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Eberstadt

Das neue Bürgerbüro in Eberstadt ist fast startklar

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Knapp 400.000 Euro sind in den Kauf und den Umbau der ehemaligen Kreissparkassen-Filiale in Eberstadt geflossen. Ende April/Anfang Mai soll hier der Betrieb des neuen Bürgerbüros der Gemeinde starten. Wir haben uns vorab umgesehen. 

Bürgermeister Patrick Dillig im Thekenbereich des neuen Bürgerbüros in der ehemaligen Kreissparkassen-Filiale.
Bürgermeister Patrick Dillig im Thekenbereich des neuen Bürgerbüros in der ehemaligen Kreissparkassen-Filiale.  Foto: Lina Bihr

Grün ist die Farbe der Hoffnung, grün ist auch die Farbe des neuen Bürgerbüros der Gemeinde Eberstadt. Ab Ende April/Anfang Mai beantragen die Einwohner ihre Personalausweise nicht mehr im Rathaus, sondern schräg gegenüber in der früheren Filiale der Kreissparkasse.

Die bunten Großbuchstaben an der Wand sind ein Hingucker: E B E R S T A D T. Die Lettern aus Filz machen nicht nur optisch was her, sie sollen auch die Akustik verbessern. Natürlich sind ein paar davon grün. Grün wie die Polster der Stühle, grün wie die textilen Trennwände oder das Sofa neben dem Eingang, grüngemustert der Teppichboden im hinteren Teil des künftigen Bürgerbüros. „Unser Ortslogo ist ja auch teilweise grün“, sagt Bürgermeister Patrick Dillig beim Rundgang durch die Räume. Grün in zig Nuancen, grün als verbindendes Element, grün als Corporate Design der Gemeinde Eberstadt.

Ansonsten ist es ziemlich hell. Schreibtische, Wände, Schränke, Fliesen: Fast alles ist weiß oder zumindest cremefarben. Im Dezember hatten einheimische Handwerker begonnen, die seit drei Jahren leerstehenden ehemaligen Räume der KSK Heilbronn umzukrempeln.

Neues Bürgerbüro: Tresorschränke stehen schon

Eigentlich ist alles startklar, auch die Tresorschränke für standesamtliche Unterlagen stehen schon. Nur wenige wesentliche Dinge fehlen noch: eine Glaswand im Eingangsbereich, ein Infobildschirm und ein Gerät für biometrische Passbilder. Ein solches sei inzwischen vorgeschrieben, sagt Bürgermeister Patrick Dillig. „Es ist in Berlin bestellt, aber noch nicht da.“ Der Rathauschef hofft, dass die neue Einrichtung der Gemeinde mit ihren knapp 150 Quadratmetern Ende April oder Anfang Mai in Betrieb gehen kann.

Im Rathaus ist künftig mehr Platz

Neben dem Eingangsbereich mit einer Theke – dem eigentlichen Bürgerbüro – gibt es noch drei Büroräume: fürs Standesamt, für den Bereich Bildung und Betreuung, für Seniorenarbeit und Gewerbe. Dillig: „Sechs Mitarbeiterinnen ziehen um“ – und freuen sich nach Angaben ihres Chefs auf ihre neuen Arbeitsplätze, wo es nicht mehr so beengt zugeht wie auf der anderen Seite der Hauptstraße. „Räumlich ist es eine große Entlastung.“

Eigentlich ist die Kreissparkassenvariante „nur“ Plan B. Plan A war, das Rathaus samt Feuerwehr und Bauhof aufs Gelände der Winzer vom Weinsberger Tal umzusiedeln. Weil dieses kommunale Großprojekt aber nicht finanzierbar schien, musste zumindest fürs Rathaus zeitnah eine Alternative her – und wurde in Form der früheren KSK-Filiale gefunden.

Dank des neuen Bürgerbüros ist kein Anbau ans Rathaus notwendig

„Damit können wir sehr gut leben“, sagt Dillig. Die Gemeinde verfüge nun nicht nur über ein Bürgerbüro mit barrierefreiem Zugang und vier zugehörige Parkplätze, sondern habe mit der Umnutzung auch einen Leerstand in der Ortsmitte beseitigt – und das laut Bürgermeister zu einem akzeptablen Preis. Knapp 400.000 Euro haben Erwerb und Umgestaltung gekostet. Weil die Fläche im Sanierungsgebiet liegt, kann die Gemeinde mit einem Zuschuss von bis zu 60 Prozent rechnen, freut sich Dillig. Nur die Ausstattung werde nicht gefördert.

Mit dem Bürgerbüro ist auch der geplante Anbau ans Rathaus vom Tisch, der laut Dillig „weit über eine Million Euro“ gekostet hätte. Diese Variante war schon vor der WG-Umzugsidee, noch unter Dilligs Vorgänger Stephan Franczak, in der Diskussion gewesen. Architekt Jürgen Galetzka hatte sogar schon ein Konzept im Gemeinderat vorgestellt.

Um eine Sanierung des Rathauses – auch sie war damals schon im Gespräch – wird die Gemeinde Eberstadt allerdings nicht herumkommen. Die sanitären Anlagen seien in die Jahre gekommen, einen Pausenraum suche man vergeblich, sagt Dillig. „Wir müssen nun überlegen, wie wir die frei werdenden Räume optimal nutzen.“ Alsdann müssten die Pläne aktualisiert werden. „Und dann schauen wir, wo wir finanziell landen.“

An den Öffnungszeiten wird sich in den neuen Räumen nichts ändern, also: montags von 9 bis 14 Uhr, dienstags und mittwochs von 8.30 bis 12 Uhr, donnerstags von 14 bis 18 Uhr, freitags ist geschlossen, Termine können aber vorab vereinbart werden. Den Geldautomaten und den Kontoauszugsdrucker im Vorraum des künftigen Bürgerbüros betreibt die Kreissparkasse Heilbronn laut Bürgermeister Patrick Dillig weiterhin. 

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