Das Bodenwertmodell für die Grundsteuer gehört dringend überarbeitet
Die Abgabe für die kommunale Infrastruktur darf auf dem Land nicht anders ausfallen als in der Stadt. Hier muss nachgebessert werden.

Gutachter sind größtenteils ehrenamtlich tätig. Ihr Werk verrichteten sie jahrelang mehr oder weniger im stillen Kämmerlein, wenn es darum ging, den Verkaufswert eines Grundstücks gerecht zu ermitteln.
Nun sind die Gutachterausschüsse völlig zu Unrecht in den Blick der öffentlichen Aufregung geraten. Die Bodenrichtwerte sind für die Berechnung der neuen Grundsteuer der zentrale Angelpunkt. Dabei ist es logisch, dass in Mulfingen der Quadratmeter weniger kostet als in Heilbronn.
Die Sanierung einer Schule kostet in Mulfingen so viel wie in Heilbronn
Eine Straße zu bauen oder die Schule zu sanieren kostet auf dem Land aber das Gleiche wie in der Stadt. Also ist es nicht nachvollziehbar, dass Stadtbewohner eine höhere kommunale Abgabe für ihr Grundstück zahlen sollen als auf dem Land. Doch genau dafür ist die Grundsteuer gedacht: Zur Finanzierung der kommunalen Infrastruktur, von der alle profitieren.
Um es einfach mal deutlich zu sagen: Das Bodenwertmodell ist Pfusch und es gehört dringend überarbeitet.
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