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Untereisesheim nach Hackerangriff: Warum Schadenfreude völlig fehl am Platz ist

  
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Einen Cyberangriff zu vertuschen, ist die schlechteste aller Lösungen. Damit werden Erpressungsversuche erst möglich. Wichtig trotz aller Panik: Ruhe bewahren und Hilfe suchen. 


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Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. In Untereisesheim haben Hacker die Server der Gemeinde lahm gelegt und wichtige Daten gestohlen. Jetzt aber mit dem Finger auf die Opfer zu zeigen, ist der falsche Weg. Gerade darauf haben es die Kriminellen abgesehen: Die Angegriffenen bloßzustellen, ihr Geschäft zu schädigen, Vertrauen zu zerstören.

Welchen Wert haben personenbezogene Daten, die im Darknet zum Verkauf angeboten werden? Doch wohl kaum einen finanziellen. Der „Wert“ besteht eher darin, die Geschädigten zu erpressen, dass diese Daten nicht öffentlich werden.

Daten-Diebstahl in Untereisesheim: Fast jeder kann Opfer eines Cyberangriffs werden

Die Opfer tun gut daran, auf Erpressungsversuche nicht einzugehen und den Vorfall offen zu kommunizieren. Der Schaden ist schon da und wird nicht kleiner, wenn man vertuscht und auch noch bezahlt.

In Untereisesheim haben Hacker die Server der Gemeinde lahm gelegt und wichtige Daten gestohlen.
In Untereisesheim haben Hacker die Server der Gemeinde lahm gelegt und wichtige Daten gestohlen.  Foto: Veigel, Andreas

Schadenfreude ist fehl am Platz: Fast jeder kann Opfer eines Cyberangriffs werden. Die Kriminellen suchen sich ihre Ziele meist nicht vorher aus, sondern schauen, wo und wie sie schnell in Netzwerke eindringen können. Deshalb ist der beste Schutz, Mitarbeitende zu sensibilisieren und zu trainieren, damit zum Beispiel Phishing-Mails zuverlässig erkannt werden.

Sollte dann doch etwas schiefgehen, ist es wichtig, erstmal Ruhe zu bewahren und sich professionelle Hilfe zu holen. Möglicherweise stellt sich dabei heraus, dass der Schaden nicht ganz so groß ist, wie in der ersten Panik angenommen.

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