Cleebronn bekommt neue Wasserleitungen und Straßenbeläge
Jahreswechsel: Die 3250-Einwohner-Gemeinde wird weiterentwickelt. Dabei dürfen die Bürger mitreden. Auch eine Discounter-Ansiedlung ist im Steupperg in Sicht.

So spektakulär weitergehen wie bisher, wird es 2025 nicht: Der Cleebronner Bürgermeister Thomas Vogl blickt immerhin auf ein Jahr zurück, in dem die Gemeinde zwei Großprojekte abgeschlossen hat, beide im Bereich Botenheimer Weg: das Feuerwehrgerätehaus und das neue Kita-Gebäude für die Michaelszwerge. Für das renovierte und erweiterte Magazin der Floriansjünger wurde zudem ein neues Löschfahrzeug angeschafft, „das HLF 20, was ja auch nicht ganz trivial war, weder finanziell, noch vom Aufwand her“. Beide Maßnahmen haben die Verwaltung stark gebunden, „uns teilweise über Jahre beschäftigt.“

Talent zur Fachkräfteakquise
Seit der zweiten Januarwoche ist die Kita Michaelszwerge in Betrieb. Gleich nach der Weihnachtspause, die mit für den Umzug genutzt wurde, wurde das erste neue Kind aufgenommen. Im neuen Gebäude stehen 60 bis 70 Plätze für zwei Gruppen mit verlängerter Öffnungszeit und eine Krippe zur Verfügung. Es bestehe die Option, kurzfristig eine vierte Gruppe zu fahren, sagt Vogl, der sich auch freut, dass alle Stellen besetzt werden konnten. Schließlich brauchte es neues Personal für die zusätzlichen Gruppen. Der Bürgermeister lobt seinen zuständigen Mitarbeiter Mario Fadda für die gelungene Akquise der Fachkräfte: „Dafür hat er einfach ein Talent.“
Auch was die ab 2026 verpflichtende Ganztagsbetreuung (GTB) an der Friedrich-Hölderlin-Grundschule betrifft, ist Vogl zuversichtlich: „Wir kriegen das sicherlich hin“, glaubt er. Da es schon eine GTB gebe, bestehe kein akuter zeitlicher Druck für die Planung von weiteren Räumlichkeiten in Schulnähe.
Das Einweihungsfest in der Kita soll in der wärmeren Jahreszeit stattfinden, „wenn sich alles eingespielt hat“. Auch sind die Außenanlagen noch nicht fertig.
Es geht in die Tiefe
Die größten Baustellen dieses Jahres werden aber in die Tiefe gehen: „Wir werden im großen Stil Wasserleitungen sanieren, austauschen, Kanalhaltungen austauschen, zum Teil aufdimensionieren, und dann bleibt in der Regel von der Straße nichts mehr übrig.“ Fahrbahnen und Gehwege müssen anschließend saniert werden. Das Wohngebiet „Auf dem Winter“ soll nach und nach durchgearbeitet werden, beginnend bei Friedhof-, Mörike- und Uhlandstraße. Das Baugebiet, erzählt Vogl, entstand in den 70er Jahren. Die damals üblichen Kunststoffleitungen seien am Ende ihrer Nutzungszeit angelangt, die Straßen in einem schlechten Zustand. Er denkt: „Da sind die Leute sicherlich froh, wenn die Straße mal saniert wird.“
Ausgetauscht wird dieses Jahr auch die Wasserleitung unter der Schiedstaffel: „Das ist auch schon seit vielen Jahren geplant. Jetzt kriegen wir es endlich tatsächlich umgesetzt“, so Vogl. Die über hundert Jahre alten Gussleitungen seien stabiler gewesen, als man dachte. Doch der Schwerlastverkehr mache sie kaputt. Diese Sanierung würde die Bevölkerung – „eine Handvoll Fußgänger, die da unterwegs ist“ – nicht wirklich betreffen und doch sei sie wichtig, sagt der Rathauschef, weil die Leitung Schloss Magenheim, den Michaelsberg und letztlich Tripsdrill mit Wasser versorgt.
Discounter wird planungsrechtlich eingetütet
Worauf Vogl sich freut, auch wenn es noch Jahre dauern wird, bis das Unterfangen sichtbar Form annimmt: Die Ansiedlung eines Discounters im Steupperg. Kurz vor Weihnachten kam nach zahlreichen Gesprächen der Durchbruch: „Es werden werden wohl alle Eigentümer mitmachen. Jetzt gucken wir, dass wir das planungsrechtlich entsprechend eintüten.“ In der Fortschreibung des Flächennutzungsplans wurde das Projekt schon vorgesehen. Netto sei mittlerweile mit einer Anfrage auf die 3250-Einwohner-Gemeinde zugekommen.

Los geht’s 2025 auch mit dem Thema Gemeindeentwicklungskonzept. Die Auftragsvergabe an das Büro Zoll wurde im Dezember beschlossen. Schon in den nächsten Wochen soll es ein Auftaktgespräch geben. Dann werde eine größere Bürgerbefragung durchgeführt. „Das wird eine tolle Sache, da freue ich mich drauf“, sagt Vogl, es ginge damit schließlich in den kreativeren Bereich. Und im Nachgang habe sich die erste Erstellung des Entwicklungskonzepts 2003 als „das Beste herausgestellt, was man machen konnte“.
Vorfreude auf Weinausschank

Auf die Cleebronner und Besucher des Weinorts am Michaelsberg wartet ab Frühsommer auch der neue Weinausschank nahe des Näser-Parkplatzes. In den nächsten Tagen wird hier, in bester Aussichtslage, Richtfest gefeiert. Bauherren sind die Weingärtner Cleebronn-Güglingen. Aber auch Bürgermeister Vogl freut sich auf das Lokal: „Das wird eine tolle Sache.“
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