Christian Flemmer ist neuer Bauamtsleiter in Roigheim
Am 1. März hat Christian Flemmer seinen neuen Job in Roigheim angetreten. Was der 33-Jährige, der im Ort fest verwurzelt ist, vorhat, erzählt er bei einem Treffen.

Christian Flemmer ist Pragmatiker, jedenfalls wenn es um berufliche Dinge geht. „Ich bin nicht so der Typ für Smalltalk und lange Gespräche. Ich mag es lieber kurz und knackig mit Fokus auf den Inhalt“, sagt der 33-Jährige und lächelt. Seit dem 1. März ist Flemmer neuer Bauamtsleiter in Roigheim – und damit in dem Ort, in dem er aufgewachsen ist und bis heute lebt. „Es ist am Anfang echt viel, ich muss mich noch orientieren“, sagt Flemmer über den Start in den neuen Job.
„Es gibt viele offene Baustellen, in die ich mich reinfuchsen muss.“ Das betrifft vor allem den theoretischen Teil; in zahlreiche Gesetze müsse er sich noch einlesen, auch weiterbildende Schulungen seien geplant. Flemmer sei, wie er sagt, schon immer ein praktischer Mensch gewesen, ein Schaffer, wenn man so will, „jetzt bin ich mehr im Hintergrund, aber das ist in Ordnung für mich“.
Themen sind das Feuerwehrhaus, Kanal- und Straßensanierung und die Nahversorgung
Als Bauamtsleiter wolle er mit kleineren Aufgaben beginnen, mit Dingen, die Wirkung zeigen, „dass die „Leute sehen, dass es vorangeht“. Doch natürlich sind da auch die größeren Projekte der Kommune. Flemmer nennt die Erweiterung des Feuerwehrhauses. „Ein großes Thema ist auch die Kanal- und Straßensanierung“, sagt Flemmer und fasst die schwierige Lage prägnant zusammen: „Wenig Geld, viel zu tun.“ Man müsse bei Projekten Prioritäten setzen, elementar seien die Fördertöpfe.
Auch das Thema Nahversorgung steht bei Flemmer auf der Agenda. Ob Automaten oder ein Selbstbedienungsladen: Im Moment spiele man mit verschiedenen Optionen, um zukünftig eine Einkaufsmöglichkeit im Ort anzubieten. Dafür versuche man, geeignete Flächen und Immobilien zu finden. Auch eine Gaststätte, „ein Treffpunkt für nach Feierabend“, kann sich Flemmer gut vorstellen.
Christian Flemmer schätzt den Zusammenhalt in Roigheim
Flemmer ist in Bad Friedrichshall geboren und seit langem in der Roigheimer Feuerwehr aktiv. „Es hat mich nie wegverschlagen. Ich habe hier Familie und meinen Freundeskreis“, sagt der Vater einer Tochter. „Dieser Ort ist Heimat für mich. Ich mag den Zusammenhalt, den es hier gibt.“ Er erinnert in dem Zuge an das Hochwasser 2016, bei dem Feuerwehr und die Bevölkerung eng zusammengearbeitet hätten.
Nach einer Ausbildung bei einer Baufirma macht Flemmer seinen Meister und absolviert ein Studium zum Hochbautechniker. Dann wechselt er nach Osterburken, wo er drei Jahre als Bauhofleiter beschäftigt ist. Über die Möglichkeit, in seinem Heimatort zu arbeiten musste er „ein wenig nachdenken, aber die Vorteile haben überwogen“, sagt Flemmer. Eine Struktur reinbringen sei ein Ziel, das er sich für das neue Amt gesetzt habe.
E-Mails beantworten, Angebote einholen, zahlreiche Vor-Ort-Termine mit Fremdfirmen, Gebäudeinstandhaltung und Bauhofkoordination sind nur seinige der Aufgaben, die Flemmer skizziert. „Ich kenne viele Leute im Ort“, sagt der 33-Jährige im Gespräch. Wie er damit umgeht, dass er bei bestimmten Entscheidungen aus der Bevölkerung Kritik bekommen könnte? „Damit kann ich umgehen. Ich kann Berufliches und Privates trennen. Außerdem werden ja alle Entscheidungen im Team getroffen und in Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat.“
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