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„Orange Road“

Bundeswehr-Übung im Raum Heilbronn und Hohenlohe geplant – "fiktives Szenario"

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Soldatinnen und Soldaten der Militärpolizei proben den Ernstfall außerhalb der Kaserne. Konvois mit mehreren Fahrzeugen sind möglich – auch im Raum Heilbronn und Hohenlohe. 


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Im Zeitraum von Montag, 20., bis Donnerstag, 30. April, findet die Übung „Orange Road“ statt, teilt das Landeskommando der Bundeswehr mit.

Die freilaufende Volltruppenübung des Feldjägerregiments 3 kann, muss aber nicht im Raum Heilbronn und Hohenlohe stattfinden, so Oberstleutnant Kieron Kleinert auf Nachfrage. „Das ist ein Live-Stresstest außerhalb der Kaserne.“

Bundeswehr-Übung „Orange Road“: Feldjäger trainieren unter Umständen auch im Raum Heilbronn und Hohenlohe

Die Feldjäger, die der Militärpolizei entsprechen, seien relativ frei, wo genau sie ihre Aufgaben üben. Die Absicherung von Konvois gehöre dazu wie der Einsatz von Spürhunden im Rahmen der Amtshilfe für die Bundes- und Landespolizei, zum Beispiel, wenn die Gefahr eines Sprengstoffanschlags auf eine Brücke bestehe. 

Eine Truppenübung der Bundeswehr findet kommende Woche auch in der Region Heilbronn und Hohenlohe statt.
Eine Truppenübung der Bundeswehr findet kommende Woche auch in der Region Heilbronn und Hohenlohe statt.  Foto: Michael Matthey (dpa)

Wo genau die 850 Soldatinnen und Soldaten im Einsatz sind, stehe daher noch nicht fest. „Es kann sein, dass man nur einige grüne Autos mit Blaulicht sieht“, so der Oberstleutnant und Pressesprecher. Die Übungstruppe wird von Kameradinnen und Kameraden der Reserve unterstützt.

Rund 850 Soldaten im Einsatz: Sichtbar sind vor allem Militärfahrzeuge mit Blaulicht

„Beübt wird mit einem hohen Maß an Realitätsnähe ein fiktives Szenar der Bündnis- und Landesverteidigung mit militärpolizeilicher Ausrichtung, hierunter fällt insbesondere die militärpolizeiliche Unterstützung bei militärischen Marschbewegungen,  bei der Organisation von Gewässerübergängen zusammen mit Pionierkräften mit der zivilen Polizei des alliierten Einsatzlandes“, heißt es in der Pressemitteilung des Landeskommandos. 

Die Übung orientiere sich obwohl ausgerichtet an einem fiktiven Szenario, am Schwerpunktauftrag des Regiments: einem möglichen Einsatz zur Unterstützung der 10. Panzerdivision in Litauen. „Wesentliche Charakteristik der Übung stellt hierbei die behördenübergreifende Zusammenarbeit mit Polizeibehörden, Feuerwehr und Rettungsdiensten sowie weiteren Truppengattungen der Bundeswehr dar.“

Übung der Bundeswehr: Es wird nicht scharf geschossen

Im Vorfeld finde eine umfassende Unterrichtung und Abstimmung der zuständigen Polizeibehörden sowie regionalen Landratsämtern statt. Während der Übung bestehe dauerhaft ein gemeinsames Lagezentrum mit der Polizei. „Die Beeinträchtigung des Straßenverkehrs wird so gering wie möglich gehalten“, verspricht die Bundeswehr zur der geplanten Übung. Allgemein gelten die Straßenverkehrsvorschriften für militärische Kolonnenfahrten. Man bitte aber darum, aus Sicherheitsgründen Abstand zu halten. 

Geschossen wird nicht: „Die Soldaten verwenden keine scharfe Munition“, verspricht Kieron Kleinert. Es könne aber unter Umständen Übungsmunition unter Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen zum Einsatz kommen.

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