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Bürgermeisterwahl 

Bürgermeisterkandidat Michael Tauch: Mit Gestaltungswillen ins Rathaus

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In Güglingen ist Michael Tauch aufgewachsen, nun möchte der Referent im Staatsministerium dort am 16. Februar Bürgermeister werden. Sein politischer Schwerpunkt ist die Innenstadtentwicklung. Mit den Bürgern möchte er „gemeinsam Güglingen gestalten“.

Von unserer Redakteurin Linda Möllers
Die Bewerbung für das Bürgermeisteramt in Güglingen sei für ihn „immer eine Option“ gewesen, sagt Michael Tauch, derzeit Referent im Staatsministerium.
Foto: Berger
Die Bewerbung für das Bürgermeisteramt in Güglingen sei für ihn „immer eine Option“ gewesen, sagt Michael Tauch, derzeit Referent im Staatsministerium. Foto: Berger  Foto: Berger, Mario

Eines stand für ihn immer fest, sagt Michael Tauch: Wenn er sich um ein Bürgermeisteramt bewirbt, dann nur in einer Stadt, „mit der ich mich identifiziere“. Und weil der 35-Jährige, derzeit Referent im baden-württembergischen Staatsministerium, mit seiner Heimatstadt stets verbunden blieb, kommt eine Bewerbung für ihn auch nur in Güglingen infrage. Am 16. Februar will er dort Bürgermeister werden, das langjährige CDU-Mitglied tritt als parteiunabhängiger Kandidat an. Mit den Bürgern möchte er „gemeinsam Güglingen gestalten“, so das Wahlkampfmotto.

„Enorme Chancen“ für die Innenstadt

Und fürs Gestalten sieht Tauch mit der neuen Ortsumfahrung „enorme Chancen“ für die Innenstadt. Die Hauptstraße attraktiver zu machen, ist eines seiner Schwerpunktthemen, neben dem Ziel, die Stadt als Schulstandort zukunftsfähig zu machen.

In Güglingen ist Tauch aufgewachsen, das Innenstadt-Ensemble mit Herzogskelter und Deutschem Hof nennt er prägend. In seinem Terminkalender haben Veranstaltungen wie das Maienfest deshalb einen festen Platz. Die vom Ehrenamt getragenen Feste in den Ortsteilen faszinieren ihn, sagt Tauch, der vor und während seiner Studienzeit (Politik- und Verwaltungswissenschaften) in Friedrichshafen (Bodenseekreis) in der Feuerwehr aktiv ist. Seine Verbundenheit zu Güglingen, in Kombination mit dem Blick von außen, sieht Tauch als klaren Vorteil.

Schon früh an gesellschaftlichen Zusammenhängen interessiert

In seiner Familie schlägt er als einziger eine politische Karriere ein. Sein Vater ist mit einem Handwerksbetrieb selbstständig, seine Mutter mit einem Friseursalon. Die beiden jüngeren Schwestern arbeiten im Marketing und als Biochemikerin.

Die Politik zieht sich wie ein roter Faden durch Michael Tauchs Leben, gesellschaftliche Zusammenhänge hätten ihn schon immer interessiert – und damit die Notwendigkeit, Kompromisse zu finden. Als Bürgermeister möchte Tauch „Ziele formulieren, Entscheidungen gut vorbereiten und konkrete Lösungen finden“. Nach seinem Studium absolviert er ein Volontariat bei der Stadt Mannheim im Bereich Verwaltungsmodernisierung, arbeitet dann im Wahlkreisbüro des Landtagsabgeordneten im Bodenseekreis und zeitgleich als parlamentarischer Referent im Landtag.

Bis ein Anruf von Friedlinde Gurr-Hirsch (CDU) aus dem Ministerium für ländlichen Raum kommt: Tauch übernimmt die Leitung ihres Landtagsbüros, pendelt im ersten Jahr regelmäßig in die Landeshauptstadt – „eine spannende Zeit“, in der er sich ein wertvolles Netzwerk aufbauen kann. Sein Weg führt ihn ab 2021 ins Staatsministerium mit Schwerpunkt Bund-Länder-Zusammenarbeit.

Freizeit

Das Bürgermeisteramt bedeutet für Tauch, einen Schritt weiterzugehen: „Man wird eine Person des öffentlichen Lebens“, weiß der Kunstliebhaber, der beim Laufen oder Kochen mit Ehemann Emanuel Schucker-Tauch abschalten kann. Der Wohnort Zaberfeld ist zur gemeinsamen Heimat geworden, seit vergangenem Jahr arbeitet Schucker-Tauch als Techniker im Güglinger Rathaus. Sollte Michael Tauch als Bürgermeister folgen, sieht er keinen Interessenskonflikt.

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