Bürgermeisterwahl in Erlenbach: Uwe Mosthaf für weitere acht Jahre im Amt bestätigt
Seit 16 Jahren ist Uwe Mosthaf Bürgermeister in Erlenbach. Jetzt haben ihn die Bürgerinnen und Bürger für eine weitere Amtszeit gewählt. Sein Hauptkonkurrent stand allerdings gar nicht zur Wahl.
Eigentlich ist es eine klare Sache: Uwe Mosthaf, seit 16 Jahren Bürgermeister in seiner Heimatgemeinde Erlenbach, tritt als Alleinkandidat bei der Wahl an. Wäre da nicht Chuck Norris. „Wenn er auf dem Stimmzettel gestanden hätte, hätte ich bei ihm auch mein Kreuz gemacht“, sagt Mosthaf kurz nach der Verkündung des Ergebnisses. Er gönne dem vor kurzem verstorbenen Schauspieler die Stimmen von ganzem Herzen.
Die stärkste Konkurrenz für den Erlenbacher Bürgermeister kommt aus dem Jenseits
Trotz der unerwarteten Konkurrenz aus dem Jenseits holt Mosthaf 96,4 Prozent. 1314 Erlenbacherinnen und Erlenbacher haben sich für ihn entschieden.

Auch wenn die hohe Zustimmung absehbar war, fällt merklich die Anspannung kurz nach 19 Uhr vom Rathauschef ab. Die Wahlparty, die eigentlich in der Festhalle stattfinden sollte, wurde wegen des guten Wetters kurzerhand in den Biergarten davor verlegt. Zwischen Familie, Freunden, Mitgliedern des Gemeinderats und Rathausmitarbeitern haben sich auch einige Bürgermeister aus dem Sprengel Weinsberger Tal gemischt.
Bürgermeister aus dem Sprengel gratulieren
Björn Steinbach, seit knapp fünf Jahren in Obersulm in Amt und Würden, gratuliert dem alten und neuen Bürgermeister. Und hebt das gute Miteinander hervor – nicht nur fachlich, sondern auch auf persönlicher Ebene. „Du machst jede Sitzung schöner und humorvoller“, sagt Steinbach. Gemeinsam haben die beiden nicht nur ihren Beruf, sondern auch die Mitgliedschaft im Kreistag und sind dort ein Teil der Freien-Wähler-Fraktion.
„Meine Familie istmein Anker.“Uwe Mosthaf
Auch Bernd Bordon aus Isfeld, Langenbrettachs Rathauschef Timo Natter und Patrick Dillig aus Eberstadt sind gekommen, um zu gratulieren.
Den Humor verliert Uwe Mosthaf nie
Ganz vorne steht allerdings Uwe Mosthafs Frau Marina. „Sie hört mir beim Auskotzen immer zu“, sagt er. Und fügt hinzu: „Meine Familie ist mein Anker.“ Denn so viel Freude ihm sein Amt bereitet: Ohne Stolpersteine ist kein Job zu erledigen. Den Humor, da ist er mit Björn Steinbach einer Meinung, verliere er allerdings nie.
Schließlich kommen, das weiß auch Wahlleiter und Gemeinderat Uwe Bühler, „vielfältige Aufgaben und Herausforderungen in den kommenden acht Jahren“ auf den Amtsinhaber zu. „Ich wünsche gutes Geschick und Nerven. Aber dass du das kannst, hast du ja schon in den vergangenen 16 Jahren gezeigt.“
Wahlbeteiligung liegt bei 35,4 Prozent
Damals war Uwe Mosthaf einer von fünf Bewerbern gewesen, die die Nachfolge von Bürgermeister Karl Alber antreten wollten. Gleich im ersten Wahlgang konnte er die Konkurrenz hinter sich lassen und sitzt seitdem im Rathaussessel. 2018 wurde er mit einem ähnlichen Ergebnis wie in diesem Jahr wiedergewählt.
Im Vorfeld hatte sich der 51-Jährige eine Wahlbeteiligung von mindestens 35 Prozent gewünscht, alles mit einer vier davor „wäre ein Traum“. Letztendlich fanden 35,4 Prozent der Wahlberechtigten den Weg an die Urne.
Darunter wahrscheinlich auch viele Mitglieder der beiden Musikvereine Erlenbach und Binswangen. Noch nie habe er die Gruppen gemeinsam spielen sehen, sagt Mosthaf an die Mitglieder gewandt, die die Wahlparty musikalisch umrahmen.
Dann dankt er auch dem Gemeinderat und den Rathausmitarbeitern. „Es funktioniert nur so“, sagt der Bürgermeister. Dann stellen sich die ersten Gratulanten an. Und Chuck Norris schaut wahrscheinlich von oben zu.
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