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"Bin glücklich und überwältigt" – Michael Tauch siegt bei Bürgermeisterwahl in Güglingen

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Michael Tauch wird in Güglingen zum Nachfolger von Bürgermeister Ulrich Heckmann gewählt. Das sind die ersten Reaktionen zum deutlichen Ergebnis.

Michael Tauch ist neuer Bürgermeister von Güglingen. Am Wahlabend gratulieren Gäste und neue Kollegen.
Michael Tauch ist neuer Bürgermeister von Güglingen. Am Wahlabend gratulieren Gäste und neue Kollegen.

Als nach längerer Wartezeit um kurz vor 19 Uhr endlich das vorläufige Ergebnis der Bürgermeisterwahl auf der großen Leinwand im Sitzungssaal des Rathauses erscheint, brandet spontaner Applaus auf. Und wiederholt sich, als Bürgermeisterstellvertreter Markus Xander das Ergebnis als amtlich bestätigt verkündet: Michael Tauch ist neuer Bürgermeister von Güglingen.

Michael Tauch wird neuer Bürgermeister von Güglingen – Sieg im ersten Wahlgang

Mit deutlicher Mehrheit und 84,64 Prozent der Stimmen sichert sich der 35-jährige Regierungsdirektor im baden-württembergischen Staatsministerium das Amt. Er freue sich „riesig“ über das sehr gute Wahlergebnis, sagt Tauch: „Ich bin glücklich und überwältigt.“ Das Ergebnis werte er als großen „Vertrauensvorschuss, dem ich gerne gerecht werden will“.


Tauchs Mitbewerberin, die 56-jährige Reisebüroleiterin Maria Langjahr, kam auf 13,59 Prozent. Insgesamt waren 4623 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt, 2028 haben abgestimmt, 49 Stimmen waren ungültig. 1675 Stimmen entfielen auf den Wahlsieger Michael Tauch, 269 auf Maria Langjahr. Sie punkte vor allem im Teilort Frauenzimmern. Die Wahlbeteiligung lag bei 43,87 Prozent – niedriger als bei der letzten Bürgermeisterwahl 2017. Damals stimmten 49,8 Prozent ab, nicht einmal die Hälfte der Wahlberechtigten.

Politiker und Bürger überbringen Glückwünsche an neuen Bürgermeister von Güglingen

Zahlreiche Gäste, darunter Gemeinderatsmitglieder und Rathausmitarbeiter, aber auch Bürger und Bürgerinnen, Vertreter aus der Politik sowie Bürgermeister aus den Nachbarkommunen verfolgten die Hochrechnung mit Spannung im Sitzungssaal. Glückwünsche überbrachten Pfaffenhofens Bürgermeisterin Carmen Kieninger und Leingartens Bürgermeister Ralf Steinbrenner.

Amtsinhaber Ulrich Heckmann war am Wahlabend aus gesundheitlichen Gründen nicht zugegen, um seinem Nachfolger persönlich zu gratulieren. Die Glückwünsche in Form eines Blumenstraußes an Michael Tauch und eines Präsents an dessen Ehemann Emanuel Schucker-Tauch überbrachte stattdessen Markus Xander.

Wahlbeteiligung nimmt in Güglingen zum Mittag an Fahrt auf

Einige Stunden zuvor: Halbzeit bei der Abstimmung zur Bürgermeisterwahl. In den Wahllokalen steht zur Mittagszeit der Schichtwechsel an. „Bitte in zwei getrennten Kabinen abstimmen“, weist Annegret Doll ein Ehepaar in der Blankenhornhalle freundlich an. Der Mann folgt ihren Anweisungen. „Es muss alles seine Richtigkeit haben“, sagt Doll lachend. Sie muss es wissen: Seit vielen Jahren hilft sie bei Wahlen mit – so auch an diesem Sonntag bei der Bürgermeisterwahl in Güglingen. Im Minutentakt betreten die Wählerinnen und Wähler mit ihren Briefwahlunterlagen die Eibensbacher Sporthalle und lassen sich von den Wahlhelfern registrieren. „Die Eibensbacher stehen schon für ihren Ort ein“, sagt Doll.

Die Stimmung bei den Wahlhelfern ist an diesem Tag gut, auch wenn zur Mittagszeit vergleichsweise wenige Menschen ihre Stimme abgegeben haben: In Eibensbach waren es bis 13.30 Uhr 126 von 705 Wahlberechtigten – ohne Briefwähler. Im Sitzungssaal des Rathauses lag die Zahl der Wähler bei 139 (von insgesamt 950 Wahlberechtigten inklusive Briefwahl). Schon jetzt zeichnet sich die geringe Wahlbeteiligung ab. Auch die Briefwahlbeteiligung bei der Bürgermeisterwahl liegt laut Hauptamtsleiterin Sandra Koch mit insgesamt 797 unter den über 1000 Briefwählern zur Bundestagswahl am 23. Februar. Das könnte jedoch an der verkürzten Frist aufgrund der Neuwahlen liegen. In der Riedfurthalle sitzt das Wahlhelferteam um Henning Schock gemütlich zusammen.

Auf Gespräche mit der Presse lassen sich die Wählerinnen und Wähler nicht ein, viele ziehen lachend vorbei. „Nicht so spannend“, urteilt eine Wählerin in Eibensbach, die ihren Namen nicht nennen möchte, über den Wahlkampf. „Aber wichtig ist, dass man wählen geht.“ 

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