Nicht auf Fake News reinfallen - Medienprojekt Zisch der Heilbronner Stimme zeigt, wie es geht
Echte Nachrichten von Fake News zu unterscheiden, wird in Sozialen Netzwerken zunehmend schwieriger. Kritisch zu sein und Quellen zu prüfen – das Medienprojekt Zisch vermittelt diese Fähigkeiten.

Die Schule ist aus, also geht Manuel zu Hause als erstes aufs Sofa und schaut, was es bei Tiktok gibt. Schnell stößt er auf folgendes Video: Das Bild wackelt, mehrere Polizeiwagen stehen vor einem Haus und eine aufgeregte Stimme verrät: Ein in der Szene bekannter Gamer wurde tot in seiner Wohnung gefunden.
Manuels erster Gedanke: „Oha, das ist jetzt wirklich heftig!“ Entsprechend fallen auch die Kommentare aus: „OMG! Was ist passiert? Wir werden dich nie vergessen! Ruhe in Frieden!“ und hunderte weinende Emojis. Doch Manuel kommt das komisch vor. Warum genau, weiß er nicht. Aber sein Bauchgefühl sagt: „Ob das wirklich echt ist?“ Falls ja, dann ist das Netz doch voll von Meldungen über den Tod des Gamers. Also schaut er auf anderen Websites nach. Manuel findet – nichts. Nirgendwo eine Nachricht dazu.
Von Halbwahrheiten und Lügengeschichten
Manuel heißt in Wirklichkeit anders, doch das genannte Beispiel ist so ähnlich passiert. Der Jugendliche verbringt, wie die meisten Gleichaltrigen auch, viel Zeit in sozialen Netzwerken wie Tiktok, Instagram und Youtube. Es lässt sich kaum erahnen, wie viele Fotos, Videos und Beiträge pro Minute geteilt werden – und wie viele davon auf Halbwahrheiten basieren oder reine Lügengeschichten sind. Denn klar ist: In den sozialen Netzwerken gibt es keinen Faktencheck und auch keine Kontrolle. Jeder kann jederzeit alles behaupten. Passiert etwas dramatisches, dann kann jede Person, die zufällig vor Ort ist und im richtigen Moment das Handy zückt, in diesem Moment die Nachricht produzieren, die tausendfach geklickt und geteilt wird und sich damit in rasender Geschwindigkeit verbreitet.
Nachrichten In seriösen Medien wählen Journalisten relevante Themen aus, recherchieren Informationen und sprechen zu dem Thema mit mehreren Personen. Unterschiedliche Meinungen zu Wort kommen zu lassen sind die Grundpfeiler jeder Demokratie.
Verantwortung für eine wahrheitsgemäße und faire Berichterstattung
Medien wie die Heilbronner Stimme tragen Verantwortung für eine wahrheitsgemäße und faire Berichterstattung. Als Informationsvermittler tragen Journalisten zur Meinungsbildung bei, weshalb sie über jedes Thema objektiv und ausgewogen berichten müssen. Auf ihre Inhalte können sich die Leser verlassen. Auch Stimme-Chefredakteur Uwe Ralf Heer betont deshalb: „Die Heilbronner Stimme tut das, was sie am besten kann: fundiert und zuverlässig informieren.”
Mit dem heutigen Tempo der Informationsflut, die aus Tiktok, Instagram und Youtube kommt, kann das Journalistenhandwerk kaum Schritt halten.
Umso wichtiger ist es, dass Jugendliche lernen, zwischen unterschiedlichen Quellen zu unterscheiden. Im Medienprojekt Zisch der Heilbronner Stimme, an dem mehr als 1000 Jugendliche teilnehmen, lernen die Schüler, wo und wie sie sich informieren, welchen Quellen sie vertrauen können und welche sie kritisch betrachten sollten. Denn wie das Beispiel von Manuel zeigt: Kritisches Denken schützt davor, auf Lügengeschichten reinzufallen.
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