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99. Auflage in Heilbronn

Gaffenberg-Freizeit steht bevor – Vorbereitungen in vollem Gange

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Am Heilbronner Gaffenberg laufen die Vorbereitungen für die traditionsreiche Kinderfreizeit. Oberonkel Leon Rapp gibt Einblicke in den Aufbau, das Programm – und eine inklusive Neuerung.

Von Noel James Nowak
Das Gaffenberg-Team ist fleißig am Arbeiten, bevor es am Montag losgeht.
Das Gaffenberg-Team ist fleißig am Arbeiten, bevor es am Montag losgeht.  Foto: Leon Rapp

Gaffenberg in Heilbronn: Ein Sommerort für alle Kinder

Bald ist es wieder so weit: Die Kinderfreizeiten auf dem Gaffenberg starten in ihre 99. Runde. Zahlreiche Kinder aus Heilbronn und der Umgebung verbringen hier ihre Sommerferien inmitten des Waldes – betreut von engagierten Onkeln und Tanten, wie die Betreuerinnen und Betreuer auf dem Gaffenberg genannt werden. Einer von ihnen ist Leon Rapp. Der 25-Jährige aus Mannheim war selbst als Kind Teilnehmer und ist heute als Oberonkel nicht nur das Gesicht der Freizeit, sondern auch für den Kinderschutz verantwortlich.

Beim Aufbau des Geländes, der bereits vor dem Start in die Freizeitwochen stattfindet, lief in diesem Jahr alles nach Plan. „Es gab keine großartigen Herausforderungen“, berichtet Rapp. Rund 30 Helfer sind beim Aufbau im Einsatz, insgesamt zählt das Team in den Freizeiten rund 126 Betreuerinnen und Betreuer. Zu tun gibt es genug: „Wir müssen das komplette Gelände für den Freizeitalltag vorbereiten“, erklärt Rapp. Dazu gehört, dass alle Regenplätze bestuhlt, Gruppentische repariert und die Küche auf Vordermann gebracht wird. Ziel ist, dass alles bereitsteht, wenn die Kinder am Montag ankommen.

Programm und Neuheiten am Gaffenberg in Heilbronn

In der ersten Freizeit werden 1.192 Kinder erwartet, in der zweiten 586 – die Plätze sind sehr begehrt, da die erste Freizeit meist komplett ausgebucht ist. Was die Kinder erwartet? Neben dem klassischen Gruppenprogramm, das jeden Tag unter einem eigenen Thema steht, gibt es auch sogenannte Fraktionstage. Dabei spielen alle Gruppen einer Altersstufe gemeinsam ein großes Spiel.

Ein besonderer Höhepunkt in diesem Jahr ist eine neue Netzschaukel, die speziell für Kinder mit körperlichen Behinderungen oder Einschränkungen geeignet ist – etwa für Rollstuhlfahrer oder Kinder, die sich nicht auf einer normalen Sitzschaukel festhalten können. Gebaut wurde sie in Zusammenarbeit mit der Bäckerei Härdtner, die das Projekt gesponsert hat.

Gaffenberg-Freizeit: Ein Ort ohne Leistungsdruck

Was Leon Rapp und allen anderen bei ihrer Aufgabe besonders wichtig ist? „Dass Gaffenberg ein Ort ist, in dem alle Kinder gleich teilhaben können – egal, ob mit oder ohne Behinderung, egal welcher Herkunft oder Religion.“ Er betont, dass es hier nicht darum gehe, Leistung zu zeigen, wie in der Schule oder im Sport. „Es geht einfach darum, dass Kinder hier Spaß haben, den Wald genießen und eine tolle Zeit miteinander verbringen können.“

Eröffnungsfest der Gaffenberg-Freizeit für alle am Sonntag

Am Sonntag findet das große Eröffnungsfest statt. Es ist offen für alle, kostenlos (bis auf die Verpflegung) und ein idealer Anlass, das Gaffenberg-Gelände kennenzulernen. Ab 10 Uhr fahren Stadtbusse und Shuttles vom Edeka am Südbahnhof (Schmollerstraße) auf den Berg. Die Fahrten zum Gaffenberg sind völlig kostenlos und es wird gebeten diese zu nutzen, sofern es aufgrund von Krankheiten oder Behinderungen nicht möglich sein sollte, mit dem Bus oder Shuttle hochzufahren, da es oben nicht allzu viele Parkmöglichkeiten gibt.

Um 11 Uhr beginnt ein Gottesdienst mit dem Posaunenchor, in diesem Jahr gestaltet von Dekan Baisch. Ab 13:30 Uhr folgt ein Mittagsprogramm mit einem Theaterstück, das die Onkel und Tanten für die Kinder vorbereiten. Anschließend geht es mit einem zweiten Teil weiter. Das gesamte Gelände ist für Kinder geöffnet – mit Spielplätzen, Verkleidungen und vielen Aktionen. Wer neugierig ist, aber noch kein Kind im passenden Alter hat, kann sich hier einen ersten Eindruck verschaffen.

Zusätzlich findet dieses Jahr eine DKMS-Registrierungsaktion zur Stammzellenspende statt – eine Möglichkeit für Erwachsene, etwas Gutes zu tun, während die Kinder spielen.

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