Brennholz bleibt gefragt: Warum sich Holz trotz Heizgesetz und Preischaos lohnt
Holz ist in vielen Fällen immer noch ein Brennmaterial mit Zukunft, meinst unser Autor.

Der Holzpreis ist in Deutschland aktuell so hoch wie die letzten 35 Jahre nicht, berichten Waldbesitzer. Am Weltmarkt fielen sie dagegen auf den tiefsten Stand seit September 2024, beklagen Analysten. Ein Grund für das so unterschiedliche Preisgebaren könnte sein, dass die Holzversorgung in Deutschland so knapp ist, dass die Weltmarktpreise auf den heimischen Markt kurzfristig nicht durchschlagen. Was wir in diesen Tagen auch lernen: Holz ist nicht gleich Holz. Während Bauholz international den Launen des Markts ausgesetzt ist – wir bewegen uns zwischen schwächelnder Baukonjunktur und regionaler Knappheit – ist Brennholz bisher preislich stabil geblieben.
Deshalb kann Brennholz immer noch punkten
Ungeachtet der rein wirtschaftlichen Betrachtung hat Holz als Brennstoff nach wie vor einige Pluspunkte: Als nachwachsendes Material gilt es als klimaneutral. Wenn das Brennholz aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt, trägt es sogar dazu bei, die Wälder zu erhalten und zu pflegen. In den Forstrevieren der Region dienen die Einkünfte aus dem Holzverkauf unter anderen dazu, die Bestände mit klimaresilienten Baumarten zu bereichern. Nicht zuletzt stärkt Brennholz lokale Wirtschaftskreisläufe.
Das neue Heizungsgesetz verunsichert viele
Leider hat das neue Heizungsgesetz dazu beigetragen, die Nutzer von Holzöfen zu verunsichern. Das Gesetz legt strengere Emissionsgrenzen für Holzheizungen fest. Die Folge ist, dass ältere Modelle, die diese Grenzen überschreiten, nachgerüstet oder ersetzt werden müssen. Dies ist in vielen Fällen nicht rentabel.
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