Bad Rappenauer Vulpius Klinik erhält Landesförderung – Baustart noch 2026 geplant
Die Vulpius Klinik kann sich über eine Förderzusage der baden-württembergischen Landesregierung freuen. Geschäftsführer Thilo Bausback spricht von „sehr schönem Zeichen der Regierung an die Krankenhäuser“.
Wie das Staatsministerium mitteilte, hat der Ministerrat bereits am Dienstag das sogenannte Jahreskrankenhaus-Bauprogramm für 2026 beschlossen. Das Land fördert demnach 14 Bauvorhaben sowie sechs weitere Projekte, für die zunächst Planungskosten übernommen werden. Auch die Vulpius-Klinik in Bad Rappenau soll unterstützt werden.
Im Verhältnis zu den anderen unterstützten Bauvorhaben im Land zählt der geplante Erweiterungsbau der Vulpius Klinik in Bad Rappenau, um den es geht, zu den teureren Projekten. Rund 41 Millionen Euro an Kosten sind dafür veranschlagt. Wie hoch die genaue Fördersumme am Ende ausfallen wird, ist aber noch unklar.
Vulpius-Geschäftsführer Bausback: Baubeginn ist voraussichtlich Ende 2026, „wenn alles gut läuft“
Vulpius-Klinik-Geschäftsführer Thilo Bausback (46) zeigt sich erfreut über die Nachricht aus Stuttgart. Die Förderzusage sei „ein sehr schönes Zeichen der Regierung an die Krankenhäuser“. Es zeige, dass man bereit sei, Kliniken zu unterstützen. Letztlich handle es sich bei den geplanten Maßnahmen um Bauvorhaben, die bereits erstmals 2016 und 2017 in Planung gegangen seien.
Aufgrund der damaligen Rahmenbedingungen sei vieles auf später verschoben worden, erklärt Bausback. Die Corona-Jahre seien dazwischengekommen und der Trend habe sich verstärkt, medizinische Behandlungen vom stationären in den ambulanten Bereich zu verlagern.

Als er 2023 die Geschäftsführung übernommen habe, sei auch das Thema Erweiterungsbau wieder aktuell geworden und man habe erneut Fördermittel beantragt - „in Abstimmung mit der Planungsbehörde“. Zwei Bauabschnitte seien vorgesehen. Zum einen gehe es um einen Anbau an das bestehende Gebäude mit neuer Logistik, vier neuen Operationssälen und einem Bereich, in dem Geräte sterilisiert werden. Zweiter Bauabschnitt umfasse eine Teilsanierung im Altbau und den Aufbau einer IMC-Intensivstation - eine Überwachungsstation zwischen Normalstation und Intensivstation.
Wichtiger Beitrag für Weiterentwicklung der Krankenhausstrukturen in der Region Heilbronn
Bausback betont die Rolle der Klinik-Mitarbeiter, die gemeinsam an die Vulpius Klinik glaubten und das mit ihrer Leistungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft zeigten. Die Mitarbeiter würden nun in einem Schreiben über die guten Neuigkeiten aus Stuttgart informiert. Start des Baubeginnes sei voraussichtlich Ende des Jahres, „wenn alles gut läuft“. Einige vorbereitende Maßnahmen würden bereits in der nächsten Zeit getroffen, so Bausback. Der konkrete Abruf der Mittel und der Baubeginn seien noch von der Leistungszuweisung des Landes im Rahmen der Krankenhausreform abhängig, erklärt er.
Auch der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Michael Preusch äußert sich erfreut über die Fördermittel-Zusage. Damit leiste das Land für die Weiterentwicklung der Krankenhausstrukturen in der Region einen wichtigen Beitrag, heißt es in einer Pressemitteilung aus seinem Abgeordnetenbüro. Preusch ist gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion. Er besuchte die Vulpius-Klinik erst vor kurzem und informierte sich über die Arbeit dort.
„Die Krankenhäuser im Land befinden sich in einer äußerst herausfordernden Lage“, sagt er. „Einerseits finanziell, weil die aus den unzureichenden Fallpauschalen der Krankenkassen resultierenden Defizite seit Jahren wachsen.“ Andererseits strukturell, weil man bald in die konkrete Umsetzung der vom Bund beschlossenen Krankenhausreform starten müsse.
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