Stimme+
Neubau der Lindenberghalle
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Bad Friedrichshall legt Grundstein für neue Lindenberghalle

   | 
Lesezeit  2 Min
audio Anhören
Erfolgreich kopiert!

Mit einer Zeitkapsel in der Bodenplatte ist in Bad Friedrichshall der nächste Meilenstein für das 17-Millionen-Euro-Projekt Lindenberghall gesetzt worden. Die nachhaltige Sport- und Veranstaltungshalle soll bis Ende 2027 fertig sein – finanziert auch durch Millionenförderung von Bund und Land.

In der Bodenplatte der Lindenberghalle versenkt Bad Friedrichshalls Bürgermeister Timo Frey eine Hülse mit aktuellen Unterlagen.
In der Bodenplatte der Lindenberghalle versenkt Bad Friedrichshalls Bürgermeister Timo Frey eine Hülse mit aktuellen Unterlagen.  Foto: Elfi Hofmann

Der Wettergott, er muss Friedrichshaller sein. Oder einen direkten Draht zu Bürgermeister Timo Frey haben. Anders ist das plötzlich sonnige Wetter bei der Grundsteinlegung für die neue Lindenberghalle nicht zu erklären. Oder liegt es doch am Rathauschef selbst? „Für die Witterung ist ausschließlich der Bürgermeister zuständig“, sagt er zu Beginn der Feierstunde.

Neue Bad Friedrichshaller Lindenberghalle ist ein „Projekt für Generationen“

Fast sieben Monate nach dem Spatenstich für den rund 17 Millionen Euro teuren Bau sind Gemeinderäte, Planer, Bauarbeiter und einige zukünftige Nutzer wieder zusammengekommen, um die nächste Phase des Vorhabens einzuleiten, das Timo Frey als ein „Projekt für Generationen“ bezeichnet. Die Formulierung passt, schließlich hat die Vorgängerhalle, die nach wie vor genutzt wird und in direkter Nachbarschaft steht, rund 70 Jahre auf dem Buckel. So lange soll auch der Nachfolger treue Dienste erweisen.

Von dem Bau ist derzeit allerdings nur zu erahnen, wie er bis spätestens Ende 2027 aussehen soll. Die Gesamthalle mit ihren Technik-, Neben- und Umkleideräumen wird nach der Fertigstellung rund 75 Meter lang, knapp 37 Meter breit und circa zehn Meter hoch sein. Die Fläche des Herzstücks, der teilbaren Sport- und Veranstaltungsfläche, beträgt gut 1000 Quadratmeter.

Fördermittel liegen aktuell bei 4,1 Millionen Euro

Genutzt wird sie dann nicht nur von den Vereinen und Schulen, sondern steht auch für Veranstaltungen der Volkshochschule zur Verfügung. Außerdem sollen dort Stücke der Badischen Landesbühne aufgeführt werden. 

Der Zeitplan sei nicht nur sportlich, sondern auch ambitioniert und ehrgeizig, sagt Timo Frey. Eingehalten werden muss er aber. Denn die Fördermittel sind eng an den Durchführungszeitraum gebunden. 4,1 Millionen Euro hat die Stadt durch Bund und Land bereits sicher. Weitere Zuwendungen sind möglich, so dass die Summe am Ende bis zu fünf Millionen Euro erreichen könnte.

Geld, das die Gemeinde gut gebrauchen kann, denn wie in vielen anderen Kommunen ist auch in Bad Friedrichshall der Haushalt auf Kante genäht. „Wir haben allerdings vorausschauend geplant“, sagt Frey. Trotzdem: Es sei ein mutiger Schritt, den alle nun gemeinsam gehen. 

Beim Bau der Lindenberghalle wird Wert auf Nachhaltigkeit gelegt

Verantwortlich für die Planung ist das Architektenteam KTH aus Heilbronn. Man habe, so Architekt Markus Teske, die vergangenen Monate genutzt, um bereits mit dem Teilabbruch der alten Halle zu beginnen. Die Hausmeisterwohnung ist mittlerweile abgerissen, verschiedene Leitungen wurden entfernt.

Mit der Grundsteinlegung „wird die Idee nun zur Wirklichkeit“. Und die ist besonders nachhaltig konzipiert. Auch wenn im Laufe des Prozesses Ideen wie die der Fassadenbegrünung fallengelassen wurden: „Wir sind uns der Verantwortung bewusst“, so Markus Teske.

PV-Anlage, Dachbegrünung und eine Zeitkapsel im Fundament

Fast im gesamten Gebäude wird mit Holz gearbeitet, lediglich Fundament und Bodenplatte sind herkömmlicher Natur. Das Dach wird begrünt und mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Die Kriterien des Landes seien sehr streng, so der Architekt weiter – und müssen eingehalten werden, denn auch für die nachhaltige Bauweise gibt es Fördermittel.

Auch wenn die neue Lindenberghalle für die nächsten Jahrzehnte geplant ist: Irgendwann wird auch sie wohl abgerissen werden. Dann können die Planer die Zeitkapsel wieder ausgraben, die in der Bodenplatte versenkt wurde.

Ihr Inhalt: Neben der aktuellen Ausgabe der Heilbronner Stimme finden sich in der zugeschweißten Hülse der Lage- und Bebauungsplan sowie alle bisherigen Presseberichte zu dem Projekt, das für die kommenden Generationen konzipiert wurde.

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben