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Auch der Eberstädter Etat hat ein Defizit

  
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Düstere Zeiten für kommunale Finanzen: Eberstadt reiht sich ein die Liste der Kommunen, die ein Defizit im Haushalt 2026 verkraften müssen. Der Gemeinderat hat dem Zahlenwerk jetzt zugestimmt.

Auch im Eberstädter Rathaus drückt der Etat 2026 aufs Gemüt. Woanders ist das Defizit allerdings noch größer.
Auch im Eberstädter Rathaus drückt der Etat 2026 aufs Gemüt. Woanders ist das Defizit allerdings noch größer.  Foto: Archiv/Seidel

Die Gemeinde Eberstadt ist – bedauerlicherweise – in bester Gesellschaft: Im Haushaltsjahr 2026 schließt die Kommune ihren Ergebnishaushalt voraussichtlich mit einem Defizit ab. Damit zehrt die Gemeinde wie so viele andere Orte von ihrer Substanz.

Landauf, landab dasselbe Bild: Es sind düstere Zeiten für kommunale Finanzen. Immer mehr Aufgaben und Ausgaben stehen vielerorts nicht genügend Einnahmen gegenüber. Immerhin: „Unter den vielen schlechten haben wir noch einen der besseren“, versuchte Bürgermeister Patrick Dillig dem Eberstädter Haushalt wenigstens etwas Positives abzugewinnen, als er das Zahlenwerk im Gemeinderat zur Abstimmung stellte.

Etat 2026 in Eberstadt: Keine Diskussionen, einstimmiger Beschluss

Das Gremium verabschiedete den Haushalt 2026 einstimmig, der im Dezember eingebracht worden war. Anfang Januar wurde er im Finanzausschuss des Gemeinderats diskutiert. Dementsprechend erübrigte sich nun jegliche Diskussion.

Im ordentlichen Ergebnis des Etats steht am Jahresende 2026 ein Minus von knapp 600 .000 Euro. Das bedeutet: Die Ausgaben, etwa für Erzieherinnen, Bauhof- oder Rathausmitarbeiter, übersteigen um rund 600.000 Euro, was der Kommune an Einnahmen zur Verfügung steht. Die Gemeinde schafft es nicht, wie seit einigen Jahren vorgeschrieben, ihre Abschreibungen zu erwirtschaften. Wie andere Kommunen zehrt Eberstadt zehrt von der Substanz, muss das Defizit mit einem Griff in die Rücklage ausgleichen. Doch das ist kein Dauerzustand, und ab 2028 sind die Rücklagen ziemlich geschrumpft.

Um ihre Investitionen zu schultern – unter anderem sind 2026 Finanzierungsraten für das künftige Feuerwehrhaus oder den Ausbau der Ganztagsbetreuung vorgesehen – muss die Kommune Schulden machen: Es ist eine Kreditaufnahme von rund 800.000 Euro geplant. Weil Eberstadt viel vorhat, sind in den kommenden Jahren weitere Darlehen notwendig. 

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