Am ersten Tag fast 1300 Anmeldungen für das Weinsberger Ferienprogramm
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Das Angebot in den Sommerferien in den Kommunen ist immer noch beliebt. Auch Ilsfeld hat viele Termine. Es ist Abwechslung geboten bei Sport, Ausflügen, Aktivitäten in der Natur oder Kreativem.
Das ist Abenteuer und Nervenkitzel pur: Der Besuch des Waldkletterparks in Weinsberg gehört zu den beliebten Angeboten im Kinderferienprogramm des Gemeindeverwaltungsverbands.
Foto: Kinder- und Jugendreferat Weinsberg
Was kreucht und fleucht in und entlang der Schozach? Das erkunden Acht- bis Zwölfjährige am Abstatter See zusammen mit dem örtlichen Angelsportverein. Schwarzlichtbowling ist ein ungewöhnliches Angebot in Weinsberg, das sich an Kinder ab elf Jahren und Jugendliche richtet. Immer sehr gefragt in Wüstenrot ist die Nachtwanderung für Sieben- bis 13-Jährige. Das sind nur drei Beispiele aus dem kunterbunten Strauß von Veranstaltungen, die Kommunen im Weinsberger Tal sowie im Schozach- und Bottwartal in ihren Kinderferienprogrammen zusammengestellt haben. Natürlich unter Mitwirkung von Vereinen, Organisationen, Privatleuten und auch Betrieben. Teils laufen die Anmeldungen noch, teils sind sie schon abgeschlossen.
Auch in Zeiten von Tiktok oder Computerspielen ist die organisierte Freizeitgestaltung in den sechswöchigen Sommerferien immer noch beliebt. In Weinsberg zum Beispiel hat Anette Schmitt vom Kinder- und Jugendreferat am ersten Tag bereits 1294 Anmeldungen von über 400 Teilnehmern registriert.
Interesse an der Wanderolympiade rund ums Steinknickle ist groß
Tanja Scheuermann vom Fachbereich Kinder, Jugend, Bildung in Ilsfeld berichtet von 177 Eltern, die ihre Kinder angemeldet haben. „Bisher läuft es sehr gut“, vermeldet Silas Rensing aus dem Wüstenroter Rathaus. Hier stellen die Azubis das Würfel-Programm zusammen. Einige Termine wie ein Nachmittag im Pferdestall oder das Bogenschießen beim Schützenclub Diana Oberheimbach sind ausgebucht. Auch das Interesse an der Wanderolympiade rund ums Steinknickle sei groß.
24 Programmpunkte warten auf unternehmungslustige Kinder und Jugendliche aus Wüstenrot, mehr als im Vorjahr. Die Gemeinde selbst bietet immer einen Ausflug an, diesmal in den Freizeitpark Tripsdrill. Auch Jugendliche bis 17 Jahren können mitfahren und selbstständig als Gruppe durch den Park ziehen, erzählt Rensing.
Sportliches, Kreatives und Aktivitäten in der Natur
Anregungen für eine abwechslungsreiche Ferienzeit hat der Gemeindeverwaltungsverband Raum Weinsberg in Hülle und Fülle mit 98 Terminen in Weinsberg, Ellhofen, Eberstadt und Lehrensteinsfeld. Das Programm deckt sowohl den sportlichen, künstlerischen als auch den kreativen Bereich ab. Aktivitäten und Abenteuer in der Natur dürfen nicht fehlen. Vor vier Jahren haben das Kinder- und Jugendreferat und die Stadt Weinsberg ihr Angebot koordiniert und auch die GVV-Kommunen mit einbezogen. Der Wohnort der Teilnehmer spielt also keine Rolle mehr, ein Kind aus Ellhofen kann auch das Leben wie die Römer in Weinsberg miterleben.
Wüstenrot oder Abstatt drucken auch noch Broschüren und legen sie aus, anderswo gibt es den Überblick nur online und ausschließlich Online-Anmeldungen. Programm-Regisseurin Anette Schmitt ist kein Freund des Windhundprinzips – wer zuerst kommt, mahlt zuerst – dass Eltern um Mitternacht in den Startlöchern für die Anmeldung stehen.
Computerprogramm wählt die Teilnehmer aus
Die erste Anmeldephase dauert eine Woche, bis zu zehn Termine – 2025 wurde wieder eine Obergrenze festgelegt – können die Eltern für ihren Nachwuchs reservieren. Das Computerprogramm wählt durch einen Algorithmus aus, wer wo dabei ist, berücksichtigt die gewünschten Prioritäten und die Anzahl der Zuteilungen. Automatisch wird die Bestätigung per E-Mail verschickt. In der zweiten Phase bis kurz vor der Durchführung können freie Plätze noch gebucht werden.
Das ist auch in Ilsfeld so. Tanja Scheuermann freut sich über 95 Termine. Beachtlich: Als vor 35 Jahren das Ferienprogramm mit 14 Angeboten geboren wurde, waren fünf Vereine dabei, die auch heute noch zu den treuen Veranstaltern gehören. Scheuermann hebt den Einsatz vieler weiterer Ehrenamtlicher hervor. Wanderungen, Fahrradtouren, Kochen und Tagesausflüge sind fester Bestandteil des Angebots.
In Ilsfeld gibt es zum Auftakt immer ein Eröffnungsfest
Eine Besonderheit in Ilsfeld ist die Eröffnungsveranstaltung, diesmal am 31. Juli von 15 bis 18 Uhr auf dem Hof der Gemeinschaftsschule mit Spielstationen. Und als Dankeschön für alle Unterstützer gibt es jedes Jahr ein Helferfest.
Anette Schmitt appelliert an die Eltern, wenn was dazwischen kommt, ihr Kind unbedingt abzumelden, um den Platz für ein anderes frei zu machen. Da habe sich im vergangenen Jahr ein Schlendrian eingestellt, was manchem Veranstalter, der Vorbereitungen getroffen und Helfer aufgeboten habe, übel aufgestoßen sei, erzählt Schmitt. Deshalb enthalten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen den Hinweis, dass bei wiederholter Nichtteilnahme ein Ausschluss erfolgt.
Das Ferienprogramm sei keine Ferienbetreuung, stellt Schmitt klar, auch wenn das manche Eltern gerne hätten.
Die stärkste Teilnehmergruppe am Ferienprogramm im Gemeindeverwaltungsverband Raum Weinsberg sind laut Anette Schmitt, die das Angebot koordiniert, die Sieben- bis Neunjährigen. Sie seien am neugierigsten und am besten zu begeistern. Auch viele Fünf- und Sechsjährige würden angemeldet, ab 13 Jahren lasse das Interesse nach.
Viele Vereine bringen sich Jahr für Jahr beim Ferienangebot ein. So könnten sie sich präsentieren und auf sich aufmerksam machen, nennt Schmitt den Vorteil. „Bestenfalls bekommen sie nach den Sommerferien einen Schwung von Anmeldungen.“
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