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Halter angeschrieben

Ärgernis in Weinsberg: Dauerparker blockieren Wohnmobilstellplätze für Gäste

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Eigentlich sind sie für Touristen da. Doch die Wohnmobilstellplätze in Weinsberg werden auch von Haltern mit Heilbronner Kennzeichen als Dauerparkplatz genutzt – zum Ärger manchen Bürgers. Was das Ordnungsamt dagegen tun will.


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Harald Schröder aus Weinsberg (Landkreis Heilbronn) ärgerte sich, als er neulich einen Bericht in der Heilbronner Stimme über Wohnmobiltouristen in seiner Heimatstadt gelesen hat. In dem Artikel ist die Rede davon, dass auswärtige Wohnmobilisten wieder abdrehen mussten, weil alle Buchten auf dem öffentlichen Wohnmobilstellplatz in der Eugen-Diez-Straße belegt waren. Aber nicht alle von Touristen, davon ist Harald Schröder überzeugt. Sondern von Leuten von hier, die Stellplätze als Dauerparkplatz nutzen. Fünf seien auf diese Art und Weise belegt.

Unsitte des Dauerparkens auf Weinsberger Wohnmobil-Platz 

„Wohnmobilisten auf der Durchreise den Platz wegzunehmen, erscheint egoistisch, vor allem, wenn man selbst auf Reisen solche Plätze gerne in Anspruch nehmen möchte“, ärgert sich Harald Schröder. Wer sich ein Wohnmobil zulege, der sollte sich vorher Gedanken machen, findet der Weinsberger, wo er sein Fahrzeug zwischen den Reisen parkt. Auf dem Weinsberger Womo-Platz habe die Gastfreundschaft „deutlich Luft nach oben“,  bedauert er.

Nur ein kleines, kaum sichtbares Schild weise darauf hin, dass man auf dem öffentlichen Areal in Weinsberg nicht länger als drei Tage parken darf. Er, Schröder, habe das Weinsberger Ordnungsamt wiederholt auf die Unsitte des Dauerparkens hingewiesen. „Offensichtlich stoßen diese Hinweise beim Ordnungsamt auf wenig Resonanz.“

Touristen auf dem Wohnmobilstellplatz in Weinsberg. Die Plätze dort werden teilweise auch dauerhaft von Nichttouristen belegt.
Touristen auf dem Wohnmobilstellplatz in Weinsberg. Die Plätze dort werden teilweise auch dauerhaft von Nichttouristen belegt.  Foto: Archiv/Seidel

Wohnmobilstellplatz in Weinsberg: Beschilderung soll rechtssicher werden

Dessen Leiterin Daniela Wenninger widerspricht auf Stimme-Nachfrage: „Das stimmt nicht.“ Der Gemeindevollzugsdienst habe kontrolliert und die Halter angeschrieben – allerdings mit mäßigem Erfolg. Die Wohnmobile seien zwar weggefahren, aber nach kurzer Zeit wieder abgestellt worden. 

Um künftig besser durchgreifen zu können, wird laut Wenninger nun an jeden einzelnen Stellplatz ein Schild darauf hinweisen, dass Dauerparken nicht erlaubt ist. Damit werde die Beschilderung rechtssicher, und die Stadt könne leichter als bisher ein Bußgeld verhängen und das Drei-Tages-Gebot besser durchsetzen, sagt die Ordnungsamtsleiterin. In jüngster Zeit hätten sich die Beschwerden gehäuft. Es gebe aber auch gut begründete Ausnahmen, von denen die Stadt wisse. In diesen Fällen werde eine längere Standzeit von Wohnmobilen erlaubt.

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