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Heilbronner Stimme wird 80 Jahre alt – "ganz nah dran am Geschehen"

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Am 28. März 1946 erscheint die erste Ausgabe der Heilbronner Stimme. In den vergangenen acht Jahrzehnten hat sich der Verlag zu einem modernen Medienunternehmen entwickelt, der heutigen Stimme Mediengruppe.

Ein Blick ins Druckhaus der Heilbronner Stimme: Neben der gedruckten Variante lesen immer mehr Menschen die Tageszeitung digital.
Ein Blick ins Druckhaus der Heilbronner Stimme: Neben der gedruckten Variante lesen immer mehr Menschen die Tageszeitung digital.  Foto: Mario Berger

Vor 80 Jahren entsteht in Heilbronn nach der Entscheidung der US-Militärbehörde eine freie und unabhängige Presse. Im März 1946 erhalten die Gründerväter Paul H. Distelbarth und Hermann Schwerdtfeger von der US-Militärregierung bei einem Festakt im Heilbronner Schießhaus die Lizenz zur Herausgabe der Heilbronner Stimme. Es ist der Beginn der Vision von einer dauerhaften Demokratie. Freie Presse, Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt – unverzichtbare Bestandteile der Demokratie – mussten nach zwölf Jahren Diktatur erst einmal errungen werden. Dass sie heute für viele ganz selbstverständlich sind, dazu haben Zeitungen wie die Heilbronner Stimme  maßgeblich beigetragen. 

Kurz nach der Stunde Null erheben die Zeitungsmacher im Nachkriegsdeutschland ihre journalistischen Stimmen. Ein weiterer Meilenstein nach der ersten Ausgabe mit vier Seiten Umfang zum Preis von 20 Pfennig. Die Erstauflage liegt bei 38.000 Exemplaren. Aus den einst bescheidenen Anfängen erwächst ein modernes Medienunternehmen mit verschiedensten Geschäftsbereichen, die heutige Stimme Mediengruppe. In einer 40-seitigen Sonderbeilage liefert die Redaktion den Leserinnen und Lesern einen spannenden Rück- und Ausblick. 

„Wer wissen will, was in der Region passiert, erfährt es von der Heilbronner Stimme“

Der runde Geburtstag steht dabei weniger im Zeichen der Nostalgie, sondern vielmehr unter dem Motto: „Zukunft schreiben“. „80 Jahre sind für ein Medienhaus kein Ruhestand, sondern ein Auftrag zur Erneuerung“, betont Verleger Tilmann Distelbarth, der das Familienunternehmen in dritter Generation leitet. Mit einer starken digitalen Präsenz, innovativen App-Angeboten und einer wachsenden Reichweite in den sozialen Medien erreicht die Heilbronner Stimme heute mehr Menschen denn je – unabhängig davon, ob die Nachricht auf Papier, dem Tablet oder dem Smartphone gelesen wird. Der Fokus liegt dabei klar auf hochwertigem Lokaljournalismus, der Einordnung bietet und die Menschen in der Region verbindet.


„Missstände aufklären und der Wächterfunktion gerecht werden, Fehlentwicklungen darzustellen und damit den öffentlichen Fokus auf bestehende Verfehlungen zu richten – das ist unsere Verpflichtung. Genauso wie exklusive Recherchen zu all den Vorgängen, die die Region positiv prägen“, sagt Chefredakteur Uwe Ralf Heer. Hinter dieser journalistischen Qualität stehen bei der Heilbronner Stimme jeden Tag fast 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Redaktion und rund 500 Angestellte in der gesamten Stimme Mediengruppe. „Wir sind ganz nah dran am Geschehen – überall in der Region. Wer wissen will, was in der Region passiert, erfährt es von der Stimme“, so Heer.

Heilbronner Stimme: „Gedruckt und digital ergänzen sich wunderbar“

Die Herausforderungen sind groß in einer Branche, die sich so rasant ändert wie nie in den acht Jahrzehnten zuvor. Die Mediennutzung befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Für die digitale Transformation braucht es neue Konzepte.  Dafür sind alle Weichen gestellt. Zum Jahreswechsel hat sich die Redaktion neu aufgestellt. „Indem wir uns inhaltlich noch fokussierter auf die regionale Berichterstattung und relevante Themen konzentrieren, schaffen wir Kapazitäten für mehr Inhalte“, sagt Chefredakteur Heer. „In Zukunft werden wir unter anderem im Internet einen Schwerpunkt auf mehr Live-Berichterstattung legen. Wir bleiben die Stimme vor Ort, präsent und informiert.“

Das gilt unabhängig vom Ausgabekanal, ob gedruckt oder digital. „Ich bin der festen Überzeugung, dass es die gedruckte Tageszeitung noch lange geben wird. Gedruckt und digital ergänzen sich wunderbar“, sagt Marc Becker, Geschäftsführer der Stimme Mediengruppe. „Online bin ich zu jeder Zeit immer topaktuell informiert, die gedruckte Zeitung nutzen viele, um auch mal tiefer und in Ruhe in eine längere, hintergründige Geschichte einzusteigen.“ Unabhängig vom Ausgabekanal blieben regionale Tageszeitungen wie die Heilbronner Stimme unverzichtbar, so Becker: „Sie sind eine wichtige Säule des demokratischen Diskurses und befähigen die Leser und Nutzer dazu, sich selbst eine Meinung zu bilden. Dabei steht für uns das Regionale stets im Mittelpunkt.“


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Digitalisierung bei der Heilbronner Stimme schreitet in großem Tempo voran

Die gedruckte Tageszeitung bleibt wichtig, aber die Digitalisierung schreitet in großem Tempo voran. „Wir werden in den nächsten Jahren neue Produkte und Angebote entwickeln, um damit noch mehr und vor allem neue Zielgruppen zu erreichen“, sagt Alesia Ladenburger, Leiterin Business Development und  Unternehmensstrategie. „Bis in zehn Jahren werden wir deutlich breiter aufgestellt sein als heute. Wir haben ein sehr innovatives Team, das vor Ideen nur so sprüht.“ Dabei nutze man auch die Chancen, die die Künstliche Intelligenz bietet und nutze das Ökosystem, das in und rund um Heilbronn derzeit entsteht.

Großes Gewinnspiel und digitale Sonderbeilage mit 80 Titelseiten

Begleitet werden die Feierlichkeiten zum 80. Geburtstag der Heilbronner Stimme von attraktiven Mitmach-Aktionen, darunter ein großes Gewinnspiel im Stimme Bonus-Magazin am 30. März. Ein Highlight erwartet Leserinnen und Leser am 2. April: In einer kostenlosen Sonderveröffentlichung im E-Paper lässt die Redaktion die Geschichte Revue passieren und präsentiert 80 Titelseiten aus acht Jahrzehnten. 

„Unser Dank gilt vor allem unseren Leserinnen und Lesern sowie unseren Werbepartnern, die uns teilweise seit Generationen die Treue halten“, sagt Tilmann Distelbarth. „Gemeinsam blicken wir auf eine spannende Zukunft in einer Region, die sich ständig neu erfindet – genau wie wir.“

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