2400 neue Laptops, PCs und Tablets sind nötig
Neckarsulm und viele andere Städte und Gemeinden hoffen auf den Digitalpakt 2.0. Die Umsetzung steht aber noch in den Sternen.

Bund und Länder haben sich beim Digitalpakt 2.0 geeinigt. Insgesamt fünf Milliarden Euro sollen in die „digitale Bildung“ investiert werden. „Da warten wir schon lange drauf“, freut sich im Neckarsulmer Rathaus der Abteilungsleiter Organisation und Digitales, Julian Dierstein.
Im ersten Digitalpakt habe man für 3,3 Millionen Euro 3000 Laptops, PCs und Tablets angeschafft, dazu 100 Beamer und Displays sowie 100 Smartboards und Dokumentenkameras. Die laufenden Kosten beziffert Dierstein auf 600.000 Euro im Jahr. Durch die Förderung blieb bei der Stadt Neckarsulm ein Eigenanteil von einer Million Euro.
Neue Tablets nötig: „Die Geräte sind nach vier Jahren Nutzung einfach fertig“
„Die Geräte sind nach vier Jahren Nutzung einfach fertig“, muss Dierstein nun feststellen. Um den „Ist-Zustand“ zu erhalten, sei eine Investition von 1,9 Millionen Euro in den nächsten beiden Jahren notwendig. Würde man die „Maximal-Wünsche“ der Schulen berücksichtigen, würden 2,5 Millionen Euro gebraucht.
Zudem wolle man den IT-Service an einen externen Dienstleister vergeben, den bisher das vierköpfige Rathausteam und bis zu drei FSJler gestemmt haben. Alleine um die Geräte zu warten und bei Bedarf instand zu setzen, brauche es zeitnah ein Ticket-System, um Störungen melden zu können. Die Schulen sollen in die Erstellung eines Leistungsverzeichnisses einbezogen werden.
Anlaufstelle für IT-Probleme aller Art
Das Rathausteam werde statt dem direkten Support künftig nur noch eine Koordinationsfunktion einnehmen. An den Schulen solle es möglichst geschulte IT-Lehrkräfte und FSJler geben. Der externe Dienstleister werde als „Single-Point-of-Contact (SPOC)“ die erste Anlaufstelle für IT-Probleme aller Art.
Auch Ersatzbeschaffungen von Druckern und digitalen Endgeräten sollen künftig möglichst über diesen Dienstleister laufen. Aktuell müssten rund 1200 Notebooks und noch einmal soviele IPads ersetzt werden. Über Bündelausschreibungen hoffe man auf etwas günstigere Preise.
Und die Hoffnung liegt nun wieder auf der Förderung durch Bund und Land. Zwar seien die Eckpunkte für den Digitalpakt 2.0 beschlossen, die konkrete Umsetzung steht aber auch angesichts der Bundestagswahl in den Sternen. Dennoch wolle er die notwendigen Ausschreibungen jetzt schon vorbereiten, damit die Vergaben so erfolgen können, dass zum neuen Schuljahr zumindest der Service und Support bereit steht.
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