2026 packt Obersulm mit Volldampf große Baumaßnahmen an
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Die Gemeinde Obersulm investiert viel Geld in Schulen und Betreuung. Beim geplanten Neubaugebiet, dem Areal des Alten Sportplatzes und einer neuen Ortsmitte in Affaltrach soll es vorangehen.
Es war ein besonderes Ereignis: Vor der Fachwerkkulisse in Sülzbach wurde das Historienspiel "Freiheyt - Dod und Deifel" in Erinnerung an den Bauernkrieg vor 500 Jahren aufgeführt.
Foto: Archiv/Kress
In diesem Jahr konnte die Gemeinde Obersulm finanziell ein wenig durchatmen. Denn anstehende Großprojekte wurden geschoben. So war 2025 eher ein Jahr der Planung, es ging langsamer voran als gewünscht. Dafür heißt es trotz der schwieriger werdenden Finanzsituation 2026, die Kredite erforderlich macht und eine Erhöhung des Gewerbesteuer-Hebesatzes mit sich bringt, mit Volldampf voraus.
Angepackt werden die Erweiterung und Sanierung der Grundschule Affaltrach. Im August 2025 fasste der Gemeinderat den Baubeschluss. Mit 8,3 Millionen Euro wird die Bildungseinrichtung fit gemacht für eine zweieinhalbzügige Grundschule mit Ganztagsbetrieb und Inklusion.
Auch der Kindergarten Eichelberg machte beim Festumzug zur 750-Jahr-Feier in Eichelberg mit.
Foto: Archiv/Döttling
Baugesuch für Mensa der Michael-Beheim-Schule
Bürgermeister Björn Steinbach hofft, dass es auch bei der Michael-Beheim-Schule endlich vorangehen, das Baugesuch für die Erweiterung mit dem Mensa-Anbau eingereicht werden kann. Weil die Förderung jahrelang auf sich warten ließ, musste Obersulm diese dringend benötigten Räumlichkeiten immer wieder zurückstellen. Jetzt stehen aus dem Ganztagsbeschleunigungsprogramm des Bundes 4,2 Millionen Euro zur Verfügung.
Das Kleinspielfeld der Realschule soll in eine Kalthalle verwandelt werden. Damit steht eine weitere Sportstätte zur Verfügung. Die ist notwendig, denn aus der Prioritätenliste sind aus Kostengründen der Bau einer Halle in Affaltrach oder eines Sportplatzes beim Sportcentrum gestrichen worden. Die Verwaltung wird dem Gemeinderat 2026 die aktualisierte Sportstättenkonzeption vorlegen.
Großer Bahnhof für den Ehrenbürger und Alt-Bürgermeister von Obersulm: Viele Wegbegleiter feierten beim Empfang der Gemeinde den 80-jährigen Harry Murso (rechts).
Foto: Archiv/Döttling
In der Sulmaue wird der Radweg ausgebaut
In der Sulmaue soll der Radwegeausbau realisiert werden. Das gilt auch für den Wald- und Klima-Erlebnispfad, ein Mosaikstein im Aktionsprogramm „Natürlicher Klimaschutz“. Aus diesem bekommt die Gemeinde 90 Prozent ihrer diesbezüglichen, vielfältigen Maßnahmen bezuschusst. Eine neue Attraktion weihte im März 2025 Forst BW ein, den Klimawandelpfad zu Füßen des Windparks Bretzfeld-Obersulm. Mobilität, Klima- und Lärmschutz stehen ebenfalls auf der Agenda. Die Gemeinde hat ein Aktionsprogramm in Auftrag gegeben.
Für den Anbau an das Feuerwehrhaus Obersulm1, für den im Oktober der Baubeschluss erfolgte, geht es in die Ausschreibungsphase. Den schwierigen, wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit der Krise am Bau, steigender Inflation und Zinsen ist es geschuldet, dass es bei der Schaffung von Wohnraum immer noch stockt. Es gibt einen neuen Investor, der 40 Wohnungen in fünf Gebäuden im „Spatzenhof“ in Willsbach errichten will. Das Baugesuch ist nun genehmigt. Bürgermeister Steinbach hat in seiner Haushaltsrede verkündet, dass das Baugesuch für die Bebauung des Alten Sportplatzes in Willsbach 2026 eingereicht wird. Die Planung für die neue Dorfmitte mit der Bebauung des Sportplatzes und dem Abriss der Gemeindehalle Affaltrach soll präsentiert werden.
Im Mai 2025 wurde der Waldkindergarten eingeweiht. Die Einrichtung ist beliebt, deshalb wird im September 2026 eine zweite Gruppe "Hirschberg-Kids" eröffnet.
Foto: Archiv/Kunz
Planung für Lebensmittelmarkt vorantreiben
Für ein Jahr Verzögerung hat das naturschutzrechtliche Gutachten, das das Landratsamt nachträglich verlangt hat, beim geplanten Neubaugebiet „Salzberg“ in Eschenau gesorgt. Vier Jahre nach dem Aufstellungsbeschluss soll 2026 das Bebauungsplanverfahren vorangetrieben werden. Das gilt auch für das „Kleine Feldle“ an der B39 am Ortsausgang von Willsbach, wo ein Vollsortimenter angesiedelt werden soll. Seit Jahren schon besteht der Wunsch, die Nahversorgung im Ortsteil – und auch in Löwenstein – zu verbessern.
Es hat einen zweiten Anlauf gebraucht, ehe der Gemeinderat angesichts von 90.000 Euro für den Bauwagen und 154.000 Euro zusätzlicher jährlicher Personalkosten, mit deutlicher Mehrheit der zweiten Gruppe der Hirschberg-Kids im Waldkindergarten zum 1. September 2026 zustimmte. Schlechte Nachrichten gab es hingegen im Frühjahr 2025 für die Kita Michelbachhaus. Sie musste wegen Personalnot geschlossen, die Ganztags- und Krippenkinder mussten auf andere Einrichtungen verteilt werden. Freude herrschte hingegen im Kindergarten Siebenmorgenweg, der Mitte Mai nach der 1,2 Millionen Euro teuren Sanierung Einweihung feierte.
Mehrfach gab es 2025 Grund zum Feiern. Im März ließ die Gemeinde ihren Ehrenbürger und Alt-Bürgermeister Harry Murso zu seinem 80. Geburtstag hochleben. Mit einem Festumzug und einem Familiensonntag beging im Juli Eichelberg seine 750-Jahr-Feier. Mit einem Festkonzert und einem „Tag der jungen Stimmen“ im Juli, bewiesen die Chorfreunde, dass Singen auch nach 175 Jahren Vereinstätigkeit noch in ist. Rock und Pop präsentierte im Mai der Gesangverein Cantiamo Sülzbach zu seinem 100. Geburtstag. Die Landfrauen Affaltrach/Weiler/Eichelberg wurden 50, das Schulmuseum in Weiler konnte auf 30 Jahre zurückblicken, das Spielzeugmuseum auf 15 Jahre. Stolz war das Jugendreferat auf 20 Jahre internationaler Jugendaustausch mit der Partnergemeinde Hercegkút.
An den Bauernkrieg vor 500 Jahren erinnerten Laiendarsteller im Juli in Sülzbach mit dem Historienspiel „Freiheyt – Dod und Deifel“. Ein ebenso düsteres Kapitel der Geschichte rückte Victoria von der Wippel in den Fokus. In einem Kunstprojekt für Neuntklässler in der Region ließ sie einen Entwurf für einen Gedenkstein entwickeln. Im Februar wurde dieser unter großem öffentlichen Interesse an der Mauer von Schloss Eschenau enthüllt. Als Symbol der Verantwortung und des Mitgefühls in Erinnerung an das jüdische Zwangsaltenheim 1941/42.
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