Valentinstag 2025: Das sind die Trends in der Region Heilbronn-Franken
Die Nachfrage nach Geschenken zum Valentinstag hat sich weiterentwickelt. Das freut längst nicht nur Verliebte.

Rote Rosen, Herzen aus Plastik oder Plüsch – unterschiedlich groß – sowie Darstellungen verliebter Pärchen. Wer die Schaufenster von Geschäften betrachtet oder einen Blick in Werbeprospekte wirft, dem bleibt kaum verborgen: An diesem Freitag, 14. Februar, ist Valentinstag. Der Gedenktag zu Ehren des – historisch nicht einwandfrei verbürgten – Schutzheiligen der Liebenden ist nicht nur im Einzelhandel ein spürbarer Wirtschaftsfaktor, sondern hat in Form sich wandelnder Geschenkepraxis in den vergangenen Jahren auch eine Entwicklung mitgemacht.
„Wir sind gut vorbereitet. Die Männer können kommen“, sagt Julia Reinhart-Funk und lacht. Die Inhaberin von Funk Blumenhandwerk in Bad Friedrichshall hat zum Valentinstag jede Menge roter Rosen vorrätig. „Die sind der Inbegriff des Valentinstags.“ Allerdings hat sie, je nach Alter der Verliebten, zuletzt ein unterschiedliches Kaufverhalten beobachtet.
Blumen an Valentinstag 2025: Längst nicht nur rote Rosen als Geschenk
Julia Reinhart-Funk erklärt: „Während junge Männer auf den Klassiker zurückgreifen, kaufen Herren ab etwa 45 Jahren auch Frühlingssträuße mit Narzissen, Anemonen, Mimosen oder Calendula.“ Während sich manche Verliebte erst auf den letzten Drücker mit einem Geschenk eindecken, sind in dem Bad Friedrichshaller Blumengeschäft bereits vor zwei Wochen Bestellungen eingegangen. „Das Preis-Spektrum reicht von zehn Euro bis zum aufwendigen Geschenk für um die 100 Euro“, erklärt Reinhart-Funk.
Wer just am Tag der Liebenden etwas verschenkt, kommt nicht drumherum, tiefer als sonst in die Tasche zu greifen. „Auch für uns im Einkauf wird’s kurz vor dem Valentinstag deutlich teurer“, sagt Michael Kronmüller, Geschäftsführer von Blumen Kronmüller in Langenbrettach. Für rote Rosen muss er etwa das Doppelte bezahlen. Kronmüller hat aber auch beobachtet, dass sich manche Kunden am Valentinstag – im Sinne der Nachhaltigkeit – bewusst für Hingucker mit kurzen Transportwegen entscheiden. Zum Beispiel Ranunkeln. Kronmüller: „Was Rosen aus der Region betrifft, hat man zu dieser Jahreszeit keine Chance.“ Durchschnittlich geben Valentinstag-Begeisterte bei dem Blumenhändler in Langenbrettach 30 Euro für ihr Geschenk aus.
Valentinstag 2025 liegt besonders händlerfreundlich
Wirtschaftlich bedeutend ist der Liebestag definitiv für die Blumen-Branche. „Januar und Februar sind die ruhigsten Monate bei uns“, erklärt Julia Reinhart-Funk. „Da sind wir froh, wenn es jetzt wieder losgeht.“ Und zwar nicht nur finanziell – sondern auch aufs Gemüt wirken sich die Farben laut der Funk-Inhaberin positiv aus: „Nach dem dunklen Winter sehnt man sich nach etwas Buntem“, erklärt sie. Damit ist der Valentinstag auch ein farbenfroher Vorbote fürs Frühjahr. Katja Lumpp, Geschäftsführerin der Blumenstube Neuenstadt, hat beobachtet, dass Liebende bei den Rosen auch gerne zu Pinktönen greifen. „Rot ist klar die Nummer eins, aber Rosa wird beliebter.“ Orangetöne wie sie in den vergangenen Jahren gefragt waren, haben laut Lumpp zum Valentinstag 2025 an Bedeutung verloren.
Weitere Trends hat Julia Reinhart-Funk festgestellt: „Es ist heute nicht mehr so, dass nur der oder die Liebste ein Valentinstagsgeschenk bekommt. Manche Menschen verschenken auch Kleinigkeiten mit Herzchen-Motiv im Freundeskreis. Es kommen auch Geschäftsführer zu uns und bestellen für den 14. Februar zwei Dutzend Geschenke für ihre Belegschaft.“ Dann geht heute auch bei der Arbeit das Herz auf. Ebenso wie den Händlern in diesem Jahr. Denn: Mit Freitag liegt der Valentinstag 2025 besonders vorteilhaft. Das Schenken ist ein schöner Start ins Wochenende. „Und besser, als wenn der Valentinstag auf einen Sonntag fällt“, sagt Julia Reinhart-Funk. Schließlich ist dann kein Last-Minute-Einkauf mehr möglich.

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