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Kolumne 

Starke Frauen, Graffiti und die neue Saison bei Würth

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Welchem Motto die Kulturregion Heilbronner Land 2026 folgt, was hinter dem Projekt Graffiti Beyond steckt und das neue Kulturprogramm 2026/27 bei Würth bietet.

Auf Werbetour: Mit dem interdisziplinären Ausstellungsprojekt Beyond Graffiti will Natalis Lorenz (Mitte) Positionen dieser Kunstform in Heilbronn präsentieren.
Auf Werbetour: Mit dem interdisziplinären Ausstellungsprojekt Beyond Graffiti will Natalis Lorenz (Mitte) Positionen dieser Kunstform in Heilbronn präsentieren.  Foto: Nico Kurth

Kulturregion Heilbronner Land 

„Starke Frauen im Heilbronner Land“ hat sich die Kulturregion für 2026 auf die Fahnen geschrieben. Ein Motto, das eine Selbstverständlichkeit sein sollte, andererseits auf den Umstand hinweist, dass starke Frauen gerne übersehen werden. Der Blaue Turm in Bad Wimpfen und die einzige Türmerin Deutschlands dürften ein Begriff sein. Aber schon weniger, dass die deutsch-baltische Schriftstellerin Juliane von Krüdener versuchte, 1809 auf Gut Katharinenplaisir bei Cleebronn eine apokalyptisch-christliche Kolonie zu errichten und das später noch einmal auf dem Rappenhof bei Weinsberg. Und dass sie mit Zar Alexander I. verkehrte, den die Krüdener in Heilbronn kennenlernte. Und wer weiß um das außergewöhnliche Leben Wilhelmine Müllers aus Neipperg, die um 1800 eine der meist publizierten Autorinnen im deutschsprachigen Raum war? Wer kennt die Seherin von Prevost? Über 80 Veranstaltungen zwischen Ende April und Dezember erzählen unter anderem von Frauen an der „Heimatfront“ während des Krieges, von jüdischen Komponistinnen, der Erfolgsautorin Victoria  Wolff aus Heilbronn, Katharina Keplers Spuren in Güglingen, die Mutter des Astronomen Johannes Kepler war der Hexerei angeklagt. Zudem wird der Justinus-Kerner-Preis der Stadt Weinsberg in diesem Jahr an die Stuttgarter Autorin Anna Katharina Hahn verliehen. Arbeitskreis und Kulturregion HeilbronnerLand: Das sind die Stadt Heilbronn, 14 Städte und Gemeinden aus dem Landkreis, Neckar-Zaber-Tourismus sowie Öhringen in Hohenlohe. Bemerkenswerte Frauen, ihr Vermächtnis, ihre Gegenwart - das sind beileibe nicht nur die treuen Weiber von Weinsberg. Seit 1994 übrigens ist der Zusammenschluss einzelner Kommunalverwaltungen als Kulturregion engagiert, „Skulptur vor Ort“ hieß ihr erstes Projekt. Das aktuelle Programm gibt es im Internet unter www.kulturregion-heilbronnerland.de, die Printbroschüre liegt ab sofort in den teilnehmenden Gemeinden aus.

Wandmalerei im öffentlichen Heilbronner Raum 

Beyond Graffiti – ein interdisziplinäres Ausstellungsprojekt – präsentiert im September und Oktober Positionen der Kunstform Graffiti in einer Schau in der Zigarre Heilbronn, aber auch Murals, also Wandarbeiten, im öffentlichen Raum. Mit dabei: Künstler aus den Niederlanden, Frankreich und Polen, die Post-Graffiti-Strömungen, Malerei, Fotografie, Illustration und Design vertreten. Ein Mural entsteht an der Fassade der Zigarre, weitere im städtischen Raum sind geplant. Neben der Förderung durch die Stadt, die KSK-Stiftung und kleinere Sponsoren bedarf es aber noch Geld für das Projekt, das der Neckarsulmer Künstler Natalis Lorenz initiiert hat. Die Crowdfunding-Kampagne unter www.startnext.com/beyond-graffiti läuft bald aus, wer weiter unterstützen möchte, schreibt an info@natalislorenz.de oder an richardrau82@gmail.com.

Kultur bei Würth 2026/27 

Ab sofort ist auf www.KunstKultur.wuerth.com das Programm der Kultursaison 2026/2027 bei Würth abrufbar. An Vorverkaufsstellen und in den Häusern der Würth-Gruppe liegt die gedruckte Programmbroschüre aus mit mehr als 80 Veranstaltungen in den Sparten Konzert, Lesung, Talk, Kabarett und Tanz. So werden das Ballett der Semperoper im Carmen-Würth-Forum zu erleben sein, Klassik mit den Dirigenten Kent Nagano, Vasily Petrenko, die Würth Philharmoniker mit zahlreichen Solisten. Neu ist die Reihe „Künzelsauer Gespräche“ mit dem Journalisten Theo Koll und Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Automatisches Speichern in: 1:02Automatisches Speichern in: 1:02

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