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„Seit Corona Jahr für Jahr zugelegt“: Stadttheater berichtet über 2025

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Viel Lob gab es im Kulturausschuss über die Arbeit des Theaters im vergangenen Jahr - und eine kleine Diskussion über die Berechnung der Gesamtauslastung.

Insgesamt 144.890 Besucher zählte das Haus am Berliner Platz im vergangenen Jahr, wie Intendant Axel Vornam in der jüngsten Sitzung des Kulturausschusses berichtete.
Insgesamt 144.890 Besucher zählte das Haus am Berliner Platz im vergangenen Jahr, wie Intendant Axel Vornam in der jüngsten Sitzung des Kulturausschusses berichtete.  Foto: Berger, Mario

Drei Mal im Jahr legt das Theater Heilbronn dem Kulturausschuss seinen Geschäftsbericht vor, so auch nun über den gesamten Zeitraum von Januar bis Dezember 2025. Wobei sich nicht mehr viel verändert habe, was das positive Ergebnis angehe, wie Axel Vornam in der jüngsten Sitzung des Gremiums anmerkte. „Seit Corona haben wir Jahr für Jahr zugelegt“, freute sich der Intendant über insgesamt 144 890 Besucher im abgelaufenen Jahr und damit 5770 mehr als 2024.

Auch die Gesamtauslastung hat sich demnach erhöht um rund elf Prozentpunkte gegenüber des Vorjahres auf knapp 80 Prozent. Eine wichtige Säule für die Finanzplanung eines Theaters sind die Einnahmen aus Abonnements: Hier bewegte sich das Haus am Berliner Platz mit circa 5280 Abos zum Ende der Spielzeit 2024/25 auf dem Niveau der vorangegangenen Saison.

Stadt hat Theater mit gut zwölf Millionen Euro bezuschusst

Sehr zufrieden zeigte sich der Theaterchef auch mit den abgeschlossenen Sanierungsarbeiten. So wurde von Mitte August bis Mitte Oktober die fast 40 Jahre alte Bühnenmaschinerie ertüchtigt. Und zwar innerhalb der geplanten Zeit und des vorgesehenen Budgets, wie Vornam betonte. Allerdings hatte Maßnahme zur Folge, dass übers Jahr acht Vorstellungen weniger gegeben werden konnten als 2024 – nämlich 589.

Was die Einnahmen betrifft, so rechnet das Theater zum Ende des vergangenen Jahres mit insgesamt rund 17 Millionen Euro, denen circa 18 Millionen Euro an Ausgaben gegenüberstehen. Mehr als geplant, so ist im Bericht nachzulesen, muss sich das Haus am Berliner Platz deswegen bei den Rücklagen bedienen, unterm Strich bleibt voraussichtlich ein Überschuss in Höhe von 580 000 Euro. Mit in Summe gut zwölf Millionen Euro hat die Stadt das Theater bezuschusst.

„Absolut korrekt“? Intendant Axel Vornam und Stadtrat Ferdi Filiz (Grüne) diskutieren

Ab der nächsten Spielzeit leitet Solvejg Bauer das Stadttheater. Weswegen Vornam daran erinnerte, dass nun die letzten Monate seiner Intendanz angebrochen sind. Einen Rückblick auf die 18-jährige Ära Vornam wirft eine Ausstellung, die im Mai eröffnet wird. Auch eine Buchveröffentlichung ist dazu geplant. Am 18. Juli findet dann ein Abschiedsfest statt mit einem begleitenden Tag der offenen Tür.

Als „absolut korrekt“ und „absolut transparent“ verteidigte Vornam in der Fragerunde die Berechnung der Gesamtauslastung gegenüber Stadtrat Ferdi Filiz (Grüne), der fälschlicherweise von einer identischen Anzahl an Vorstellungen in den Jahren 2025 und 2024 ausging. Wobei sich Filiz vom Bericht insgesamt so beeindruckt zeigte wie Stadtrat Albrecht Merkt (CDU), der auch für FDP und SPD sprach.

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