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Hohenloher Kultursommer
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40. Saison des Hohenloher Kultursommers setzt Fokus auf Nachwuchs und enge Verbündete

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Mit insgesamt 54 Konzerten in fünf Landkreisen wartet der Hohenloher Kultursommer vom 6. Juni bis 27. September auf. Das traditionelle Musikfest in Weikersheim erhält ein neues Konzept.

Die sogenannten Stelzenläufer bleiben dem Musikfest auf Schloss Weikersheim erhalten. Allerdings fällt die große Open-Air-Bühne in dieser Kultursommer-Saison ebenso weg wie das Abschlussfeuerwerk.
Die sogenannten Stelzenläufer bleiben dem Musikfest auf Schloss Weikersheim erhalten. Allerdings fällt die große Open-Air-Bühne in dieser Kultursommer-Saison ebenso weg wie das Abschlussfeuerwerk.  Foto: andreas dehne

Ein Programm mit 54 Konzerten in fünf Landkreisen und in 48 verschiedenen Spielstätten und 105 Künstlerinnen und Künstlern zusammenzustellen: Das ist eine Herausforderung. Da wundert es nicht, dass es „im Kuratorium des Hohenloher Kultursommers hin und wieder heiße Diskussionen gibt“, wie Ian Schölzel berichtet. Denn jeder bringe seine eigenen Ideen und Vorstellungen mit, so der Hohenloher Landrat. Dabei ginge es stets darum, wandlungsfähig zu sein, ohne den Charakter des Festivals zu verlieren. Seit der Corona-Pandemie habe auch die finanzielle Situation hin und wieder Sorge bereitet, doch man sei auf dem richtigen Weg: Besucherzahlen und Auslastung seien 2025 erstmals wieder gestiegen. Gerade rechtzeitig zur 40. Saison des Kultursommers, die vom 6. Juni bis zum 27. September dauern wird. 

Hohenloher Kultursommer ist geprägt von engen Verbündeten und Nachwuchs 

Beim Zusammenstellen der Jubiläumssaison hat sich Intendant Marcus Meyer zwei Ziele gesetzt: Nachwuchskünstlern und Neuentdeckungen eine Bühne zu bieten sowie viele Künstler mit einer engen Verbindung zum Hohenloher Kultursommer zu verpflichten. Zur letzten Kategorie gehören etwa  Harfenistin Silke Aichhorn, Pianist Herbert Schuch, Geigerin Rebekka Hartmann sowie das Württembergische Kammerorchester Heilbronn (WKO) – allesamt mit insgesamt 15 oder mehr Auftritten.

Geigerin Rebekka Hartmann spielt erneut das Eröffnungskonzert des Hohenloher Kultursommers

Rebekka Hartmann bestreitet im zweiten Jahr in Folge auch das Eröffnungskonzert im Rittersaal von Schloss Neuenstein. Es steht im Zeichen einer Uraufführung. Komponist Andreas Begert schrieb im Auftrag des Festivals ein Doppelkonzert für Violine, Viola (Hiyoli Togawa) und Orchester (Klangverwaltung München). Das Werk wird anschließend dem Fürstenhaus Hohenlohe-Oehringen gewidmet und überreicht – ein klangvoller Brückenschlag zwischen Geschichte und Gegenwart. Schließlich waren solche Widmungen in der Musikhistorie gang und gäbe. 

Außergewöhnliche Instrumentenkombinationen wie Nyckelharpa und Marimba (4. Juli, Weikersheim) oder Tuba und Orgel (5. September, Künzelsau) sorgen ebenso für frische Impulse wie genreübergreifende Projekte. Dazu gehören das spanische Weltmusikduo Fetén Fetén, das am 14. Juni gemeinsam mit den Nürnberger Symphonikern in Neuenstein auftritt.

Informationen und Karten

Der offizielle Vorverkauf beginnt am 9. Februar. Fördermitglieder der Kulturstiftung Hohenlohe haben bereits ab dem 2. Februar ein Vorkaufsrecht. Infos und Tickets unter www.hohenloher-kultursommer.de sowie www.reservix.de sowie alle bekannten Reservix-Vorverkaufsstellen wie der Heilbronner Stimme.

Nach der erfolgreichen Kollaboration im vergangenen Jahr zwischen Popsängerin Stefanie Heinzmann und dem WKO wird es ein solches Konzertprojekt auch in dieser Saison wieder geben. Bei „WKO meets Joris“ werden am 17. September in Künzelsau Stücke des deutschen Sängers und Songschreibers in Arrangements für Kammerorchester präsentiert und schlagen eine Brücke zwischen Popmusik und Klassik. „Vergangenes Jahr kamen viele junge Fans von Stefanie Heinzmann zum Konzert, die üblicherweise eher nicht zum Kultursommer gekommen wären. Gleichzeitig sind viele unserer Kultursommer-Stammgäste gekommen“, berichtet Marcus Meyer. So bringe Musik die Menschen zusammen.

Kulinarik gewinnt beim Kultursommer an Bedeutung

Stammgäste des Kultursommers wissen auch, dass die Kombination von Musik und Genuss inzwischen ein zentrales Element des Festivals ist. Vom Sonnenaufgangskonzert mit Frühstücksbuffet im Kloster Schöntal (26. Juli) bis zum  sogenannten Eat & Greet mit gemeinsamem Abendessen und Künstlergespräch reicht das Angebot.

Musikfest Weikersheim wird zu Flanierkonzert

Ein Höhepunkt der Saison ist traditionell das Musikfest auf Schloss Weikersheim (4. Juli). „Das Musikfest nennen wir in diesem Jahr Sommernacht“, erklärt Meyer. Dazu gebe es ein verändertes Konzept – „ohne große Open-Air-Bühne und ohne Feuerwerk“, stattdessen als Flanierkonzert. Damit gehe man zu den Ursprüngen des Musikfests zurück. Im Schlossgarten gibt es Musik, Kulinarik und eine Kunst-Projektion an der Schlossfassade. Ergänzend lassen sich Konzerte in Orangerie, Gärtnerhaus oder Rittersaal buchen.

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