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Oscars 2025: Holt Gerd Nefzer aus Schwäbisch Hall seinen dritten Academy Award?

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In der Kategorie „Beste Effekte“ hat der Schwäbisch Haller Gerd Nefzer in der Nacht auf Montag, 3. März, die Chance, seinen dritten Oscar zu gewinnen. Wie seine Chancen stehen und welche weiteren deutschen Produktionen Chancen auf einen Academy Award haben.


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Die Oscar-Verleihung ist eines der wichtigsten Ereignisse in der Filmindustrie und zieht jedes Jahr Millionen von Zuschauern weltweit in ihren Bann. Hier treffen sich Stars und Sternchen, nirgends gibt es so viel Glamour auf dem Roten Teppich.

Oscars 2025: Gewinnt Gerd Nefzer aus Schwäbisch Hall seinen dritten Oscar?

In der Nacht auf Montag werden die Academy Awards in Los Angeles zum 97. Mal vergeben. Hoffnung machen kann sich dann auch wieder ein Mann aus der Region.

Der gebürtige Schwäbisch Haller Gerd Nefzer ist in der Kategorie „Beste visuelle Effekte“ nominiert und könnte für den Film „Dune: Part Two“ seinen bereits dritten Oscar gewinnen.

Oscars 2025: Gerd Nefzer unter deutschen Hoffnungen

2018 wurde er mit einem Academy Award für „Blade Runner 2049“ ausgezeichnet, 2022 folgte der zweite Oscar für „Dune“, jeweils in der Sparte „Special Effects“. Die Chancen stehen in diesem Jahr gut für Nefzers Team, der Film und die Effekte des Films wurden von der Kritik gelobt. Ins Rennen geht „Dune: Part Two“ in der Kategorie gegen die Filme „Alien: Romulus”, „Better Man”, „Kingdom of the Planet of the Apes” und „Wicked”.

Nefzer, Jahrgang 1965, studierte Agrartechnik und arbeitete erst als Landwirt. In den 80er Jahren stieg er in die Firma Nefzer Special Effects ein, die von seinem Schwiegervater Karl Nefzer 1968 in Hall gegründet wurde. Gemeinsam mit dessen Sohn Uli Nefzer baute er die Special-Effects-Sparte des Unternehmens auf. Nach der Wende kam eine Filiale in Potsdam dazu. Mit dem Film „Duell – Enemy at the Gates“ aus dem Jahr 2001 schafften sie den Durchbruch. 


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Welche Filme Chancen auf einen deutschen Oscar-Sieg haben

Auch in weiteren Kategorien können sich deutsche Produktionen oder Filmschaffende Hoffnung auf eine Auszeichnung machen.  Als „Bester internationaler Film“ geht „Die Saat des Heiligen Feigenbaums“ von Mohammad Rasulof für Deutschland ins Rennen. Der Regisseur erzählt die Geschichte einer Familie vor dem Hintergrund der Jina-Proteste im Iran 2022

In der Kategorie „Beste Filmmusik“ ist Volker Bertelmann für den Vatikan-Thriller „Konklave“ von Edward Berger nominiert. Mit dem österreichisch-schweizerischen Filmregisseur und Drehbuchautor hat der Komponist bereits für das Kriegsdrama „Im Westen nichts Neues“ zusammengearbeitet und in der Kategorie „Beste Filmmusik“ 2023 den Oscar gewonnen.

Nominiert für das „Beste Drehbuch“ ist die deutsche Produktion „September 5“ von Regisseur Tim Fehlbaum. Die behandelt die Geiselnahme des israelischen Olympiateams 1972 in München aus der Perspektive des ABC-Sports-Teams, das zu einer wichtigen journalistischen Instanz in der Übertragung der Geschehnisse werden sollte. 

Welche deutschen Filme bislang einen Oscar gewonnen haben

Als „Bester internationaler Film“ konnten bislang vier Produktionen den Oscar gewinnen. Volker Schlöndorff wurde im Jahr 1980 für „Die Blechtrommel“ ausgezeichnet, Caroline Link für ihren Film „Nirgendwo in Afrika“ (2003). Das Stasi-Drama „Das Leben der Anderen“ von Florian Henckel von Donnersmarck konnte 2007 einen Oscar abräumen, zuletzt 2023 das Kriegsdrama „Im Westen nichts Neues“ von Edward Berger. 

Das deutsche Schauspieler oder Schauspielerinnen einen Oscar abräumen, kommt selten vor. Gelungen ist das schon zwei Mal Christoph Waltz. Der deutsch-österreichisch-US-amerikanische Schauspieler wurde zwei Mal als „Bester Nebendarsteller“ geehrt, für seine Rollen in den Quentin Tarantino-Filmen „Inglourious Basterds“ (2010) und „Django Unchained“ (2013). 

Vor Waltz schafften es nur zwei Schauspieler: Emil Jannings gewann 1929 den Oscar für den „Besten Hauptdarsteller“ - für seine Rolle im Film „Sein letzter Befehl“ von Josef von Sternberg. Schauspielerin Luise Rainer konnte sich gleich zwei Jahre in Folge freuen: Sie gewann 1937 als Darstellerin einen Oscar für „Der große Ziegfeld“ und ein Jahr später für „Die gute Erde“. 

Zahlreiche Preise gewannen deutsche Filmschaffende über die Jahre auch in den Oscar-Nebenkategorien.

Streaming und Free-TV: Wo man die Oscar-Verleihung sehen kann

Die Oscar-Verleihung wird, wie schon in den Jahren zuvor, im Free-TV beim Sender ProSieben übertragen, parallel dazu läuft die Show im Live-Stream über Joyn. Die Vorberichterstattung mit Moderator Steven Gätjen beginnt im Stream schon um 22.30 Uhr deutscher Zeit, ProSieben startet die TV-Übertragung ab 23.45 Uhr. Neu in diesem Jahr: Auch der Streamingdienst Disney+ hat sich die Übertragungsrechte für die Academy Awards gesichert. 

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