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Literaturhaus Heilbronn treibt Vernetzung weiter voran

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Lesungen, Podcast-Folgen, Workshops: Im Kulturausschuss lässt Anton Knittel, Leiter des Heilbronner Literaturhauses, das vergangene Jahr Revue passieren.

Las im Januar 2025 vor ausverkauftem Haus: Mirrianne Mahn.
Las im Januar 2025 vor ausverkauftem Haus: Mirrianne Mahn.  Foto: Seidel, Ralf

„Es ist beeindruckend, mit wie vielen Kooperationspartnern Sie das Programm gestalten“, stehen Anton Knittel und das Literaturhaus laut Kulturbürgermeisterin Agnes Christner exemplarisch für eine „gute Entwicklung in der Stadt“, was das Thema Vernetzung betrifft. Dass diese weiter vorangetrieben, der Kontakt zu Schulen ausgebaut sowie die Sichtbarkeit insgesamt gesteigert werden konnte, ist nachzulesen im inzwischen fünften Jahresbericht von Heilbronns jüngster Kultureinrichtung, den Anton Knittel in der Sitzung des Kulturausschusses vorstellte.

Das vergangene Jahr in Zahlen

Für 73 öffentliche Veranstaltungen interessierten sich 2025 demnach rund 3700 Gäste. Warum die Zahlen 2024 höher lagen? Das hängt damit zusammen, dass im Literaturhaus 2025 keine Schulveranstaltungen der Reihe „Kultur-Entdecker“ stattfanden. Hinzu kamen allerdings 27 Veranstaltungen mit knapp 400 Schülern, Studierenden und Referendaren beim Drittmittelprojekt „Wortstatt Heilbronn im Dialog“, jenes interdisziplinäre Bildungsprojekt, das die Auseinandersetzung mit Sprache, Mehrsprachigkeit und interkultureller Literatur verfolgt. Und für das mittlerweile „viele Anfragen auch von Schulen aus dem Landkreis kommen“, wie Knittel erzählte. 

Von der zweisprachigen Lesung des polnischen Autors Mikołaj Łoziński und seiner aus Heilbronn stammenden Übersetzerin Renate Schmidgall Anfang Januar bis zum ehemaligen „Spiegel“-Journalisten Hartmut Palmer, der Ende Dezember seinen aktuellen Politkrimi vorstellte: Der Literaturhauschef ließ die Veranstaltungen des vergangenen Jahres Revue passieren.

Ebenfalls im Trappenseeschlösschen oder in den Räumen der Kooperationspartner vorbeigeschaut haben folglich Christoph Peters, Ursula Krechel, Jovana Reisinger, Feridun Zaimoglu, Antje Rávik Strubel, Katerina Poladjan, Vincent Klink, Christoph Hein sowie die in Heilbronn geborenen Autoren Oliver Maria Schmitt und Rainer Moritz.

Hinter dem Programm steht ein kleines Team

Nicht unerwähnt ließ Knittel neue Podcast-Folgen und Kleist-Aktivitäten des Literaturhauses, zu dem das Kleist-Archiv Sembdner zählt. Ein Arbeitspensum, das im Gremium mit Lob quittiert wurde. Wobei hinter allen Aktivitäten ein unverändert kleines Team stand: Neben der Leitungsstelle verfügt das Literaturhaus über eine Sekretariats- und Volontariatsstelle. Ausschließlich drittmittelfinanziert ist die 65-Prozent-Stelle im Rahmen von „Wortstatt“. Apropos Finanzen: Gesamteinnahmen in Höhe von rund 242 000 Euro standen 2025 Gesamtausgaben in Höhe von vorläufig 391 000 Euro gegenüber. 

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