Wilder Westen und der American Dream
American Drama Group bringt "Half Broke Horses" am Stadttheater zur Uraufführung
"Half Broke Horses", das neue Schauspiel der American Drama Group, erlebt seine Uraufführung am 15. Februar im Großen Haus des Theaters Heilbronn. Wegen der großen Nachfrage gibt es zwei Vorstellungen, eine um 16 Uhr und eine um 19.30 Uhr. Das Stück, das auf dem gleichnamigen Roman von Jeanette Walls beruht, wurde von Paul Stebbings und Phil Smith dramatisiert. Beide sind auch für die Inszenierung verantwortlich: Paul Stebbings als Regisseur und Phil Smith als Dramaturg. Sie haben bereits gemeinsam "One Language Many Voices" auf die Bühne gebracht, mit dem die American Drama Group in den vergangenen Jahren durch viele Theater tourte.
Der Roman "Half Broke Horses" ist in diesem Jahr Schwerpunktthema im Abitur. Die Romanbiografie handelt von Jeanette Walls Großmutter Lily. Mit Leitsätzen wie "When God closes a window, he opens a door. But it is up to you to find it" durchlebt die Protagonistin Lily Casey Smith das 20. Jahrhundert Amerikas.
Wirtschaftskrise
Sie wächst im Wilden Westen auf und lernt in jungen Jahren anzupacken. Ob bei der Pferdezucht oder beim Eierverkauf, sie unterstützt ihren Vater in einer Zeit der Arbeitslosigkeit und Wirtschaftskrise in Amerika. Im Laufe der Zeit entwickelt sie ein für Frauen damals untypisches Selbstbewusstsein. Für ihren ersten Job reitet sie 500 Meilen allein durch die Prärie. Später leitet sie eine Rinderzucht, verdient ihr Geld durch Schwarzbrennerei und Pokern.
Gerade ihr selbstständiges Auftreten und ihr Kampf gegen Ungerechtigkeit bringen sie immer wieder in Schwierigkeiten. Dennoch hält sie an ihrem starken Vertrauen in das Gute fest. Ihr Leben gilt als Paradebeispiel für Individualismus, Streben nach Glück, den gelebten American Dream.
Die American Drama Group bringt amerikanische, britische und französische Stücke der Klassik und Moderne auf die Bühne. Gegründet wurde sie 1978 in München. Zunächst nur an die Universität gekoppelt, expandierte sie bald. Erst in München, dann in deutschen Städten, Europa und Asien. Ziel ist es, hochwertige Stücke in so vielen Ländern wie möglich zu spielen. red
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