Publikum feiert Georg Schramm mit „Meister Yodas Ende”
Der Kabarettist Georg Schramm, der das Publikum in TV-Sendungen wie „Scheibenwischer“ und „Neues aus der Anstalt“ begeisterte, war am Sonntag im Bürgerzentrum Brackenheim zu Gast.

Sein Zorn ist echt und findet überall großen Widerhall. Der Kabarettist Georg Schramm, der das Publikum in TV-Sendungen wie „Scheibenwischer“ und „Neues aus der Anstalt“ begeisterte, hat vor drei Jahren dem Fernsehen den Rücken gekehrt.
Seither feiert er mit dem Solo „Meister Yodas Ende – Über die Zweckentfremdung der Demenz“ in ausverkauften Häusern bundesweit Erfolge. Am Sonntag bejubelten 630 Fans das Programm im Bürgerzentrum Brackenheim.
Schramms Protagonisten treffen sich in einer Senioren-Selbsthilfegruppe. Der renitente Rentner Dombrowski, der verzagte SPD-ler August und der preußische Oberstleutnant Sanftleben sind in die Zielgerade des Lebens eingebogen.
Die Ziellinie rückt mit jedem Tag näher, den Tod im Auge drängt sich die Frage auf: Soll man Tempo rausnehmen und trödeln, um das Ende zu verzögern oder nochmal so richtig Gas geben? Statt müder Abgesänge plädiert Schramm für ein flammendes Finale. Das ist dem radikalen Analytiker und scharfzüngigen Aufklärer mit „Meister Yodas Ende“ gelungen.
Drei Stunden geballter Wortgewalt und argumentativer Winkelzüge macht es Lust auf aktiven Widerstand, nicht erst im Rentenalter. Minutenlanger Applaus im Stehen für den 64-jährigen Schramm, der im Dezember sein 25-jähriges Bühnenjubiläum begeht und seine Karriere am 31. Dezember beenden will.
Künstlerseite: www.georg-schramm.de
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