Stimme+
Jagsthausen

Was 2025 bei den Burgfestspielen Jagsthausen läuft – "Der Vorverkauf ist die Stunde der Wahrheit"

   | 
Lesezeit  2 Min
Erfolgreich kopiert!

Warum sich im November für die Festspiele im Sommer interessieren? Eva Hosemann, die künstlerische Leiterin, spricht im Interview über das Programm der 75. Spielzeit in Jagsthausen und weshalb es 2025 wieder einen neuen "Götz" gibt.

Voller Hof bei den Burgfestspielen Jagsthausen: Im kommenden Jahr steht die 75. Spielzeit auf dem Programm.
Voller Hof bei den Burgfestspielen Jagsthausen: Im kommenden Jahr steht die 75. Spielzeit auf dem Programm.

Kommenden Sommer feiern die Burgfestspiele Jagsthausen ihre 75. Spielzeit: mit gleich zwei Musikproduktionen, einem neuen "Götz", inszeniert von einer Regisseurin, mit Kinderstücken und einer Roadshow zu 500 Jahre Bauerkrieg. Am Montag beginnt der Vorverkauf, unsere Redakteurin Claudia Ihlefeld hat sich mit Eva Hosemann, der künstlerischen Leiterin, unterhalten.

Wen interessieren im November Burgfestspiele im Sommer?

Eva Hosemann: Das darf man nicht unterschätzen. Der Vorverkauf ist für uns die Stunde der Wahrheit. Ob das, was wir uns als Programmmacher ausgedacht haben, beim Publikum auch ankommt.

 

Wer ist wir?

Hosemann: Das sind die Geschäftsführung mit Roland Halter und Birgit von Berlichingen. Und ich, die künstlerische Leiterin. Einen Spielplan aufzustellen, ist ein Prozess, ein ständiges Hin und Her.

 

Stichwort Planungsvorlauf: Wie lange dauert dieses Hin und Her?

Hosemann: Wir beginnen damit während eines laufenden Festivals im Sommer, manchmal verfolgt man eine Idee auch länger. Es geht ja nicht nur um die Besetzung, auch müssen Rechte an Stücken angefragt und alles disponiert werden.

Haben Sie schon den Schauspieler Philipp Hochmair angefragt, der im August mit seinem "Werther!"-Solo einen fulminanten Auftritt feierte?

Hosemann: So wie es aussieht, wird Philipp Hochmair nicht 2025 kommen, sondern 2026.

„Eine gute Komödie hat Tiefsinn“: Eva Hosemann, künstlerische Leiterin der Burgfestspiele Jagsthausen, wird die österreichische Groteske „Indien“ inszenieren.
„Eine gute Komödie hat Tiefsinn“: Eva Hosemann, künstlerische Leiterin der Burgfestspiele Jagsthausen, wird die österreichische Groteske „Indien“ inszenieren.  Foto: Mario Berger

Mit seinem Schiller-Programm?

Hosemann: Vielleicht.

 

2025 soll es wieder einen neuen "Götz" geben. Sowohl als Inszenierung als auch in der Besetzung.

Hosemann: Mit Laura Remmler inszeniert nach Ellen Schwiers zum zweiten Mal eine Frau das Traditionsstück in Jagsthauen.

 

Hat Ihnen der stürmerische und drängerische "Götz von Berlichingen" von Christoph Biermeier nicht gefallen?

Hosemann: Doch. Aber wir suchen immer wieder nach neuen Ansätzen für den Goethe-Stoff. Mit Remmler haben wir eine junge Regisseurin, die eine - ihre - Fassung erarbeitet.

 

Wie viel freie Hand lassen Sie ihr?

Hosemann: Wir sagen nur, dass sie einen Zugang findet, der am Text bleibt. Wie das letztlich aussieht? Ich bin gespannt auf ihre Fassung, das Stück würde ohne Striche ja fünf, sechs, sieben Stunden dauern.

 

Was wir uns nicht zumuten wollen. Wer wird denn der Götz sein?

Hosemann: Verrate ich nicht, wir stehen kurz vor Vertragsabschluss.

 

Mit "Das Abba Konzert" und "Jesus Christ Superstar" stehen zwei Musikproduktionen auf dem Spielplan.

Hosemann: Wir haben viel Musik dieses Mal, das hat auch mit unserer Feierlaune zu tun in der 75. Spielzeit.

 

Wie wird gefeiert?

Hosemann: Mit allen Produktion wird gefeiert und zum dritten Mal auch im Burggraben, unserer nun nicht mehr ganz neuen Spielstätte neben Burghof und Gewölbe. 2025 wird ja im gesamten Land Baden-Württemberg des 500. Jahrestages des Bauernkrieges gedacht. Dabei spielt die Figur des Götz natürlich eine Rolle. So verhandeln etwa unsere Schultheatertage im Juli das Thema "Freiheit – was geht?".


Vorverkauf

www.burgfestspiele-jagsthausen.de

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben