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Veranstaltung feiert Premiere
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Comedyflash im Club Mobilat: So kam das neue Format in Heilbronn an

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Sechs Comedians bringen bei der Premiere der Veranstaltung im Heilbronner Club Mobilat allerlei Absonderliches und gekonnten Wortwitz auf die Bühne.

Von Stefanie Pfäffle

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Der obere Raum im Heilbronner Club Mobilat ist voll besetzt. Ausverkauft. Die Menschen sind gespannt, was da auf sie zukommt mit dem neuen Format Comedyflash, das künftig einmal im Monat hier stattfinden soll. Gerade einmal eine Besucherin kennt es schon aus einer anderen Stadt, wie Moderator Oliver Graminzky, der einzige Heilbronner des Line-ups, herausfindet. Das Konzept ist schnell erklärt: Sechs Comedians bringen alle (hoffentlich) zum Lachen. Und eins schon mal vorneweg: Die Idee geht auf.

Für Oliver Graminzky ist es seine erste Moderation. Deshalb hat er sich auch ein paar Notizen gemacht. "So präventiv wie das Kondom, das sich 13-jährige Jungs in den Geldbeutel stecken", erläutert er und wissendes Lachen schallt durch den Raum. Nicht nur Zuschauer Kai hat das nie benötigt.


Comedyflash im Heilbronner Mobiliat: Nicht ganz wie Elsa aus "Die Eiskönigin"

Präventiv würde bei Elisavet Gkantia aus Stuttgart nur eine Namensänderung helfen. Sie wird lediglich Elsa genannt - genau, wie im Disneyfilm "Die Eiskönigin". Optisch hat sie mit der ziemlich wenig gemeinsam. "Kinder erwarten Elsa und sehen Ursula, den Bösewicht aus "Arielle"", sagt sie. Elsa arbeitet auf der Bühne mit dem ganzen Körper, während Wisam Mamoka, Araber aus Stuttgart, eher den Kniff der wohl gesetzten Unterbrechung nutzt. Schließlich lebt er schon seit 20 Jahren in Deutschland. "Ich geh immer pünktlich." Pause, Pause, Pause. "In die Luft."

Comedyflash-Premiere in Heilbronn: Wenn Sprachnachrichten zu Netflix-Serien werden

Selbstironie ist immer witzig. Joni Zwicks Nummer lebt davon, seine soziale Unbeholfenheit zu überwinden. Oder eben auch nicht. Der Stuttgarter arbeitet in einer privaten christlichen Schule. Vorher war er an einer im sozialen Brennpunkt beschäftigt. "Die Eltern spielen jetzt Golf, vorher Automaten." Dummerweise sind seine Kollegen etwas verurteilend, weshalb er sich lieber eine Jack-Wolfskin-Jacke gekauft hat, um nicht mehr gemobbt zu werden.

Patrick Johannson aus Heidelberg ist hibbelig. Lange Sprachnachrichten werden für ihn zu Netflixserien. Dumm nur, wenn er das Pärchen, um das es darin geht, dann live sieht und der Typ sich ihm vorstellt. "Was soll ich da sagen? Ich weiß, ich hör deine Geschichte immer zum Einschlafen?"

Neues Veranstaltungsformat in Heilbronn bringt Publikum zum Lachen

Hibbelig kennt Daniel Kienle nicht besonders. Kein Wunder: Er kifft gern und steht total auf Videospiele. "Das tut mir leid für alle Frauen. Ich weiß, mega unattraktiv und wir sind dabei noch total unnütz", gibt er offen zu. Dann verrät er aber auch, dass die erlernte Fingerfertigkeit an der Konsole für sexuelle Aktivitäten durchaus hilfreich sei.

Den Abschluss macht, als Headliner, Hendrik Brehmer, der Einzige, der von weit weg, aus Berlin, kommt. Der ist frisch Vater geworden, weil er und seine Freundin sich nicht sicher waren, ob sie sich einen Hund schon zutrauen. Dann eben ein Kind, "ehe man unnötig Geld ausgibt." Das Publikum lacht lauthals. Das Geld fürs Ticket hat sich bei der Comedyflash-Premiere auf jeden Fall gelohnt.

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