Besucheransturm auf Ausstellung von Mueller-Stahl
3000 Besucher sahen bisher die Ausstellung von Armin Mueller-Stahl in der Kreissparkasse.

Der Besucheransturm auf die Ausstellung von Armin Mueller-Stahl in der Kreissparkasse Am Wollhaus hält an. "Wir verzeichnen ein riesiges Interesse, das wir in dieser Form selten erlebt haben", sagt KSK-Sprecher Joachim Schmutz. "Am vergangenen Sonntag waren es über 160 Besucher. Damit haben wir die 3000er Marke geknackt", freut sich Kurator und Galerist Ekkehart Nupnau aus Schwaigern. 500 der 800 Ausstellungskataloge, so Joachim Schmutz, sind ebenfalls bereits weg.
Armin Mueller-Stahl, der im vergangenen Dezember seinen 85. Geburtstag feierte, war und ist nicht nur ein hervorragender Schauspieler, Autor und Musiker, sondern auch ein begnadeter Maler, Zeichner und Grafiker. Bereits wenige Pinselstriche genügen ihm, um Personen lebensnah wiederzugeben. Bei allen Arbeiten steht der Mensch im Mittelpunkt − als Porträt, szenische Darstellung oder auch als mit lockerem Strich hingeworfene Studie. Mit dem Blick für das Wesentliche gelingt es Armin Mueller-Stahl, die charakteristischen Gesichtszüge mit bestechender Klarheit ins Bild zu setzen.
Seit Jahren gut befreundet mit dem Künstler, hat Ekkehart Nupnau 160 repräsentative Werke ausgewählt, 60 davon sind Original-Gemälde − zum Teil großformatige, die in den Räumen der Heilbronner Kreissparkasse eindrucksvoll zur Geltung kommen. Die aktuell umfangreichste Werkschau des prominenten Künstlers zieht Liebhaber aus ganz Deutschland − von Aachen bis Dresden, von Hamburg bis Rottweil − nach Heilbronn. "Wir hatten auch Besucher aus der Schweiz", ergänzt Nupnau.
Als Glücksgriff haben sich die von Führungen begleiteten Sonntagsöffnungszeiten erwiesen, womit die Kreissparkasse Neuland betreten hat. Am Sonntag nach der Eröffnung tummelten sich 300 Besucher in der Ausstellung. "Viele Besucher sind überrascht von der künstlerischen Vielfalt des Werks von Mueller-Stahl", erzählt Ekkehart Nupnau, der täglich drei Stunden in der Ausstellung anwesend ist. Etliche fragen nach dem Gesundheitszustand des Universalkünstlers: "Es geht aufwärts, und er malt sehr intensiv", erklärt der Galerist.
Auch Frank-Thomas Gaulin vom Kunsthaus Lübeck, Manager von Mueller-Stahl, freut sich über die überaus positive Resonanz der Werkschau: "Die komplexe künstlerische Begabung Armin Mueller-Stahls straft diejenigen Lügen, die dem Künstler nur eine Berufung zugestehen, die anderen Talente aber unter Dilettantismus im Goetheschen Sinn verbuchen. In 16 Jahren Zusammenarbeit haben wir dieses Vorurteil abgebaut." Gaulin spricht von einem "exzellenten Verkauf" in Heilbronn − von der Druckgrafik, die sich fast jeder leisten kann, bis hin zu großformatigen Malereien.
Ekkehart Nupnau arbeitet daran, dass Armin Mueller-Stahl doch noch irgendwann − vielleicht 2017 − persönlich in Heilbronn auftritt.

Stimme.de
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