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Klaus Wanningers neuer Krimi "Schwabenprinzessin" spielt auch in Heilbronn

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Mit "Schwabenprinzessin" ist der mittlerweile 24. Teil von Klaus Wanningers Schwaben-Krimis erschienen. Nach dem gewaltsamen Tod einer Tourismusbotschafterin in einem kleinen Ort ermittelt ein weiteres Mal Kommissar Braig - auch in Heilbronn.

„Abgründe gibt es auch auf dem Dorf, oder gerade auf dem Dorf“: Klaus Wanningers „Schwabenprinzessin“ ist der 24. Teil seiner Krimi-Reihe.
„Abgründe gibt es auch auf dem Dorf, oder gerade auf dem Dorf“: Klaus Wanningers „Schwabenprinzessin“ ist der 24. Teil seiner Krimi-Reihe.  Foto: privat

Ich habe dieses Mal bewusst ein etwas ruhigeres Geschehen gewählt“, sagt Klaus Wanninger und spricht damit von einem Gegenpol in schwierigen Zeiten, in denen die Vielzahl an schlechten Nachrichten tagtäglich und aktuell gefühlt noch verstärkter auf uns einprasselt. „Die Handlung spielt in einer schönen Landschaft und zeigt Menschen, die in dieser Landschaft angenehm leben“, so der Autor aus Backnang über den von ihm erdachten schwäbischen Ort Brechtlingen, Szenerie für Wanningers neuen Krimi „Schwabenprinzessin“, der jüngst erschienen ist. Und der nicht nur auf der Schwäbischen Alb spielt, sondern auch in Heilbronn.

Gerade in dieser scheinbaren Idylle passiert dann aber doch Schlimmes. „Abgründe gibt es auch auf dem Dorf, oder gerade auf dem Dorf“, sagt Wanninger. Der Tod der bekannten, attraktiven Orchideenprinzessin versetzt Brechtlingen in Schockstarre, die junge Frau wurde Opfer eines Gewaltverbrechens. Kommissar Steffen Braig, der in der Nähe an einem anderen Fall ermittelt, wird zum Tatort gerufen.

Im Verlauf der Ermittlungen wird deutlich, in welch illustren Kreisen sich die hübsche Tourismusbotschafterin bewegte. Braig taucht in einen Kosmos voller Affären, Eifersüchteleien, Neid und Profitgier ein. „Man lernt einige Menschen von einer ganz anderen Seite kennen“, so der Autor, der mit seiner Frau im Speckgürtel Stuttgarts – am Rand eines kleinen Örtchens bei Backnang – lebt. „Ich kann deshalb aus erster Hand vom Dorfleben berichten“, so Wanninger.

Wo der Schwaben-Krimi in Heilbronn spielt

Im Zuge seiner Untersuchung verschlägt es Braig, den Wanninger seit dem Jahr 2000 mit Kollegin Katrin Neundorf im nun mittlerweile 24. Fall ermitteln lässt, auch nach Heilbronn. Nicht nur, dass die Orchideenprinzessin dort auf dem Volksfest von einem Mann belästigt wurde, die Mutter der Toten arbeitet auch bei der Experimenta. Wie bei der Recherche zu den Vorgänger-Krimis hat Wanninger wieder die Handlungsorte besucht: „Die Experimenta hat mich beeindruckt.“

Auch in „Schwabenprinzessin“ schreibt Klaus Wanninger gewohnt liebenswert und mit viel Lokalkolorit über Charme und Abgründe der vor allem ländlichen Regionen Baden-Württembergs, und offenbart ein weiteres Mal einen präzisen, augenzwinkernden Blick auf seine Figuren.

Eine fiktive Geschichte und reale Verbrechen 

Obwohl als fiktive Geschichte konzipiert, kommt Kommissar Braig während des Falls mit einer Journalistin und Gerichtsreporterin und damit auch indirekt mit einigen echten Straftaten in Kontakt. Klaus Wanninger spricht von „realen Parallelen“ zu seiner Geschichte. So geht es unter anderem um ein Verbrechen aus dem Jahr 1997, als ein Fünfjähriger in einer Pflegefamilie im Remstal verhungerte. „Dieser Fall hat die Region erschüttert und die Menschen damals ins Mark getroffen“, erinnert sich Klaus Wanninger. Genau wie die tragische Gewalttat 2014, als in Löchgau ein 83 Jahre alter Landwirt seinen 54-jährigen Sohn nach internen familiären Konflikten mit einem Repetiergewehr tötete.

Auf Social Media ist Klaus Wanninger nicht aktiv, größere Werbekampagnen für seine Bücher macht er auch nicht. „Vieles läuft bei mir über Mundpropaganda und über Lesungen“, sagt der 71-Jährige. Seine Bücher haben mittlerweile eine Auflage von 720 000 Exemplaren. Den kommenden Jubiläums-Schwabenkrimi, Wanningers 25., soll „ein wenig anders“ werden, erklärt der Autor. „Ich habe den Fall komplett im Kopf, die ersten Seiten sind schon geschrieben.“ Erscheinen soll das neue Buch im Oktober 2025.

Buchtipp

Klaus Wanninger, „Schwabenprinzessin“, KBV Verlag Hillesheim, 304 Seiten, 15 Euro, als E-Book 12,99 Euro.

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