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Juli 2026

Wie sicher das Haigern-Live-Festival ist – „eine gewisse Gefahr besteht immer“ 

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Ende Juli wird es wieder ein Open-Air auf dem Haigern zwischen Flein und Talheim geben. Wie gelingt der Balanceakt zwischen Sicherheit und unbeschwertem Festivalfeeling? 


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Oben auf der Bühne rocken die Stars, unten drängen sich die Fans. Lange Schlangen bilden sich vor Getränkeständen. Je nach Parkkonzept sind die Plätze belegt, die Busse überfüllt, die Zufahrt verstopft. Die Sicherheit bei Festivals bedeutet mehr als die Präsenz von Security.

Sicherheit für das Haigern-Live-Festival: Für jede Eventualität strategisch planen

Veranstalter müssen die Dynamiken von Menschenmengen gut kennen, für jede Eventualität strategisch planen. Zu technischen kommen rechtliche Fragen. In Zeiten, in denen der öffentliche Raum zur Angriffsfläche wird, stellt sich  die Frage nach der Sicherheit dringlicher denn je. Und ist eine Frage des Preises, zusätzlich zu den steigenden Produktionskosten der Shows.

 

Wie gelingt den Festivals in der Region der Balanceakt zwischen Sicherheitsmaßnahmen und befreitem Feiern für die Besucher? Wieviel investieren sie in die Infrastruktur ihrer Großveranstaltungen? Bei „Haigern Live!“ ist laut Veranstalter alles eingespielt. „Wir geben unser Bestes, damit die Zuschauer eine unbeschwerte Zeit auf dem Festivalgelände erleben“, sagt Robin Frank vom ehrenamtlichen Organisationsteam „Haigern Live!“.

Singer-Songwriter Kamrad aus Nordrhein-Westfalen, der Hamburger Hip-Hopper, Reggae- , Soul- und Funk-Musiker Jan Delay und Clueso, Sänger, Rapper und Songwriter aus Erfurt, das sind die Headliner bei „Haigern Live!“ vom 23. bis 26. Juli. Das komplette Line Up mit Nachwuchskünstlern und Künstlern aus der Region wird Mitte April bekannt gegeben.

Vom 23. bis 26. Juli findet das Open-Air zwischen Flein und Talheim statt. Das Festival arbeitet in Abstimmung mit den Gemeinden Flein und Talheim, mit der Feuerwehr Talheim und der für den Landkreis zuständigen Polizei. Die hat ihren Sitz in Weinsberg.

Haigern-Live-Festival 2026: Taschenkontrollen sind obligatorisch

Die Lage des Festival-Geländes am Berg macht es einfacher, es bedarf keiner Spezial-Absperrungen. Das Areal ist an den Eingängen standardmäßig gesichert, Taschenkontrollen sind obligatorisch. Der Getränkeausschank erfolgt in „Haigern Live!“-Bechern aus Kunststoff. Einzige Ausnahme bildet der Weinstand: Hier gibt es Glas.

Während der Veranstaltungen ist die Zufahrt aus dem Tal für den allgemeinen Verkehr gesperrt. Außer für den Shuttlebetrieb, der Besucher hoch und runter bringt. Und für Personen und VIPs mit Sondergenehmigung. Sie erhalten einen Passierschein.


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Bewährtes Sicherheitskonzept mit Polizei, Drohnenabwehr und kontrollierter Verkehrsführung

Dasselbe Sicherheitskonzept also wie in den vergangenen Jahren, sagt Frank. Dazu gehört auch eine Drohnenabwehr über die Polizei. Robin Frank ist zuversichtlich – und pragmatisch: „Eine gewisse Gefahr besteht immer. Das gilt für Veranstaltungen wie für den Straßenverkehr und den Gang zum Bäcker.“

Wie in 2025 umfasst das Budget von „Haigern Live!“ zwischen „über 500.000 Euro und einer Million“ – genau möchte sich Robin Frank nicht festlegen – für Gagen, Infrastruktur, Technik, Sicherheit. Das Gros der Kosten fließt in Strom, Bühne, Zelte und Sicherheitspersonal. Diese Kosten reinzuholen und ein Plus dazu, nennt Frank als Ziel.

90 Prozent der Sponsoren sind „Haigern Live!“ treu geblieben

„Trotz angespannter wirtschaftlicher Lage sind 90 Prozent unserer Sponsoren am Ball geblieben“, nachdem das Festival vergangenen Sommer bei starkem Regen ein Minus verzeichnen musste. Für die, die abgesprungen sind, haben sich neue eingefunden. 40 Prozent der Einnahmen kommen von den Sponsoren, 50 Prozent aus den Ticketverkäufen. Den Rest steuern die Einnahmen der Festivalgastronomie bei.

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