Karten für Vorstellungen von „Tarzan“ in Stuttgart
In den Geschäftsstellen der Heilbronner Stimme und unter www.eventim.de. Mehr Informationen auch unter www.stage-entertainment.de.
Ab Januar kehrt Alexander Klaws in der Rolle des Tarzan zurück ins Stage Palladium Theater Stuttgart. Im Interview spricht der 41-Jährige über seine Dschungeltauglichkeit und kulturelle Aneignung.

Herr Klaws, wie dschungeltauglich sind Sie?
Alexander Klaws: Puh, eigentlich kann ich das gar nicht sagen. Ich hätte aber mega Bock es herauszufinden. Ich bin großer Naturliebhaber und denke, dass ich im Dschungel ein Feuer auch ohne Hilfsmittel zustande bringen würde. Ich bin mal vier Wochen durch den Osten Australiens gefahren, von Campingplatz zu Campingplatz. Das war trotz viel Wildnis aber eher Luxus.
Sie sind schon in Oberhausen, in Hamburg und in Stuttgart in die Rolle des Tarzan geschlüpft. Im kommenden Jahr stehen Sie erneut auf der Bühne im Stage Palladium Theater. Ist das nun Rückkehr oder Neustart?
Klaws: Beides. Jedes Theater bietet etwas Neues – neue Kollegen, ein komplett anderes Publikum. Und es ist auch eine andere Zeit, inzwischen bin ich dreifacher Vater. Ich werde die Rolle in Stuttgart neu für mich finden und auch neu anlegen. Tarzan ist mit mir gereift. Ich habe meinem Sohn damit auch den Wunsch erfüllt, dass er mich als Tarzan sehen kann. Und damit in der Rolle, durch die Mama und Papa sich kennengelernt haben. Das war 2010 bei den Proben in Hamburg.
Tarzan ist eine wichtige Figur in der Popkultur. Warum hat sie mehr als ein Jahrhundert überdauert?
Klaws: Weil die Botschaft, die mitschwingt, eine sehr tolle ist. Dass wir uns gegenseitig akzeptieren, aber auch mal in Ruhe lassen. Es geht um das Verhältnis des Menschen zum Tier und der Natur. In den Urwäldern dieser Welt werden Gorillas gejagt und aus ihrem natürlichen Lebensraum vertrieben. Ich muss dabei immer an den Satz denken: Kein Tier ist so grausam wie der Mensch. Für mich ist „Tarzan“ aber auch immer die Erinnerung daran, dass man nie wirklich erwachsen werden und immer ein wenig Kind bleiben sollte.
Klassische Erzählstoffe sind heute häufig in der Kritik wegen antiquierter Menschenbilder. Wie nehmen Sie das bei „Tarzan“ wahr?
Klaws: Tarzan hat jetzt keine Rastalocken mehr, sondern wallendes Haar. Wenn wir diese Themenschublade öffnen, dann sitzen wir in drei Stunden noch hier. Ich bin kein Mensch, der sich solchen Diskussionen verschließt, denn sie sind sehr wichtig. Aber oft geht es bei diesen nur noch um Schuldzuweisungen. Da wird über Dinge gesprochen, um die es im Ursprung der Diskussion gar nicht ging.
Wie ist das im Fall von „Tarzan“?
Klaws: Die Rasta-Perücke ist für mich keine kulturelle Aneignung an sich, sondern das Ergebnis, dass ein Mensch aus dem Urwald, in der Wildnis irgendwann verfilzte Haare bekommt. Es ist logisch zu erklären. Wir sollten alle mal wieder näher zusammenrücken und dem Gegenüber nicht per se etwas Böses unterstellen, das ist der Diskussion nicht förderlich. Man muss an das Gute im Menschen appellieren. Es geht darum, sich in der Mitte zu treffen.
Tarzan ist bekannt für seine Muskeln und das Sixpack. Wie schwer fällt Ihnen das Training?
Klaws: Das Training wird mit dem Alter natürlich schwerer. Aber ich lasse mir nicht von einer Zahl bestimmen, ob ich fit werde und bleibe. Das erfordert eine gewisse Disziplin. Aber ich komme gerade aus der Saison als Winnetou bei den Karl-May-Spielen Bad Segeberg, ich muss beim Training also nicht bei Null anfangen.
Eigentlich in jedem Interview werden Sie nach „Deutschland sucht den Superstar“ befragt, dem TV-Casting-Format, bei dem Sie im Jahr 2003 Ihren Durchbruch hatten.
Klaws: Dann lassen Sie uns diesen Trend doch einfach mal durchbrechen (lacht).
Eine Frage vielleicht zur Aktualität. Inzwischen sind wir bei „DSDS“ bei Staffel 21 angekommen. Hat sich die Sendung langsam überlebt?
Klaws: Ja, schon. Das Format, das ich damals gewonnen habe, ist mit dem heutigen nicht mehr vergleichbar. Ich zappe immer mal wieder rein. Und wenn ich Stimmen höre, die mich umhauen, dann bleibe ich dran. Das ist aber lange nicht mehr passiert. Man sollte wieder zurück zu den Wurzeln von „DSDS“. Die TV-Branche hat sich über die Jahre gewandelt. Wir hatten damals mehr als zwölf Live-Shows, heute sind es eine oder zwei. Wie hat das Publikum dadurch noch die Chance, jemanden richtig kennenzulernen? Ich kriege meistens mit, dass „DSDS“ wieder mal stattgefunden hat, wenn es vorbei ist.
Gibt es einen Film oder eine Serie, die unbedingt noch als Musical inszeniert werden sollten?
Klaws: Gute Frage. „Spiderman“ gibt es schon. Ich bin Marvel-Fan. Vielleicht „Star Wars“, aber wie will man das in zwei, drei Stunden erzählen? Schön wäre es trotzdem.
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