International vernetzte Gruppierung
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Antiterror-Razzia auch in Heilbronn – Durchsuchungen in sechs Bundesländern

   | 
Lesezeit  1 Min
Erfolgreich kopiert!

Die Bundesanwaltschaft durchsucht Wohnungen wegen einer Eritrea-Terrorgruppe, auch in Heilbronn. Sie soll für Ausschreitungen mit zahlreichen verletzten Polizisten in Deutschland verantwortlich sein.

Von red und dpa

Externer Inhalt

Dieser externe Inhalt wird von einem Drittanbieter bereit gestellt. Aufgrund einer möglichen Datenübermittlung wird dieser Inhalt nicht dargestellt. Mehr Informationen finden Sie hierzu in der Datenschutzerklärung.

Zahlreiche Kräfte der Polizei waren in den frühen Morgenstunden im Einsatz – auch in Heilbronn. In Baden-Württemberg und fünf weiteren Bundesländern lief eine großangelegte Razzia. Der Verdacht: 17 Beschuldigte sollen an der Gründung oder als Mitglied in einer inländischen terroristischen Vereinigung beteiligt gewesen sein. Es handle sich um eine auch international vernetzte Gruppierung, deren Ziel es sei, die Regierung in Eritrea zu stürzen, teilte die Karlsruher Behörde mit. 

Wegen Terrorverdacht: Polizei bei großangelegter Razzia auch in Heilbronn im Einsatz

Die Beschuldigten sollen in Deutschland leitende Funktionen bei der Organisation „Brigade N’Hamedu“ haben. Der Ableger in Deutschland sei spätestens seit dem Jahr 2022 aktiv und schrecke auch vor Gewaltaktionen gegen Veranstaltungen in Deutschland, die von der eritreischen Regierung unterstützt würden, nicht zurück. 

Die Organisation soll dabei gewaltsame Ausschreitungen anlässlich der sogenannten Eritrea-Festivals in Gießen am 20. August 2022 und im August 2023 sowie des Seminars eines eritreischen Vereins in Stuttgart im September 2023 abgestimmt haben. Dabei wurden zahlreiche Polizeibeamte zum Teil erheblich verletzt.

Antiterror-Razzia auch in Heilbronn – Durchsuchungen in Baden-Württemberg und fünf weiteren Bundesländern

Einige Mitglieder der Vereinigung hätten Gewalt gegen deutsche staatliche Institutionen und Repräsentanten der Staatsgewalt – beispielsweise Polizeikräfte – als legitimes Mittel erachtet, heißt es in der Pressemitteilung.

Insgesamt wurden 19 Objekte durchsucht:

  • acht in Hessen
  • vier in Nordrhein-Westfalen
  • drei in Bayern
  • zwei in Baden-Württemberg (in Heilbronn und Stuttgart)
  • eins in Mecklenburg-Vorpommern
  • eins in Rheinland-Pfalz

Eine weitere Durchsuchung finde zeitgleich in Dänemark statt. Festnahmen habe es keine gegeben. 

Beschuldigter bereits in den Niederlanden verurteilt 

Ein weiterer Beschuldigter, der sowohl in den Niederlanden als auch in Deutschland eine Führungsposition innerhalb der „Brigade N’Hamedu“ bekleidet haben soll, wurde kürzlich von einem niederländischen Gericht verurteilt worden. Er soll an den Ausschreitungen am 17. Februar 2024 in Den Haag beteiligt gewesen sein. Ihm droht nun eine mehrjährige Freiheitsstrafe, hieß es.

Nach oben  Nach oben