Vaihingen 

Flasche mit „Polonium“-Aufschrift bei Ostereier-Suche gefunden: Was bekannt ist

  
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Statt Ostereier haben zwei Männer am Sonntag in Vaihingen an der Enz ein Fläschchen mit der Aufschrift „Polonium“ gefunden. Das Umweltministerium prüft, ob der Inhalt radioaktiv ist. 


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Statt Ostereier haben zwei Männer am Ostersonntag (5. April) einen verdächtigen Fund gemacht: Im Wohngebiet „Am Wolfsberg“ ist gegen 16:30 Uhr ein Fläschchen mit der Aufschrift „Polonium 210“ in einem Vorgarten entdeckt worden. Ob sich wirklich Polonium in der Flasche befindet, ist bislang noch unklar. 

Polonium 210 ist ein potenziell tödliches Strahlengift. Das Umweltministerium transportierte das Kunststofffläschchen am Sonntagabend gesichert ab, wie die Polizei mitteilt.

Fläschchen mit „Polonium“-Aufschrift gefunden – Feuerwehr schätzt Inhalt als echt ein 

Die Feuerwehr schätzte das Fläschchen und den Inhalt am Sonntag aufgrund des Aussehens und des Gewichts als echt ein. Allerdings waren alle Messungen im Umfeld des Behältnisses negativ – es sei keine Radioaktivität gemessen worden, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Die beiden Männer, die das Fläschchen gefunden haben, seien unverletzt, sagte Kreisbrandmeister Andy Dorroch. 

Ob der potenziell lebensgefährliche radioaktive Stoff in dem Fläschchen ist, bleibt zunächst unklar.
Ob der potenziell lebensgefährliche radioaktive Stoff in dem Fläschchen ist, bleibt zunächst unklar.  Foto: Karsten Schmalz/-/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Laut Polizei ist das Ministerium im Sinne der Gefahrenabwehr für die Untersuchung des Inhalts der kleinen Kunststoffflasche zuständig. Zudem müssen die Behörden klären, woher das Fläschchen stammt und wie es in den Garten am Ortsrand der 11.000-Einwohner-Kommune gekommen ist. 

Radioaktives Polonium ist vor allem gefährlich, wenn der Stoff eingeatmet wird

Polonium ist ein chemisches Element mit hoher Radiotoxizität und deshalb sehr gesundheitsschädlich. Laut Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) ist der Stoff vor allem dann gefährlich, wenn er eingeatmet oder aufgrund offener Wunden über die Haut aufgenommen wird.

Da als Inhalt ein Gefahrenstoff nicht auszuschließen war, befand sich ein Großaufgebot an Feuerwehr, Rettungskräften und Polizei vor Ort. Die Polizei stellt klar: Es ging zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung von dem Gegenstand aus. (pol/dpa/lis)

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