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Influencer-Paar erhebt Homophobie-Vorwurf gegen Therme – Bäder-Chef widerspricht

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Ein französisches Influencer-Paar wirft dem Badeparadies Schwarzwald vor, nach einem Kuss aus der Therme verwiesen worden zu sein. Der Thermen-Chef widerspricht dieser Darstellung.


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Ein schwules französisches Influencer-Paar wirft dem Badeparadies Schwarzwald in Titisee-Neustadt vor, wegen eines Kusses aus der Therme verwiesen worden zu sein. Der Betrieb weist den Vorwurf zurück und erklärt, der Hausverweis sei aus einem anderen Grund erfolgt. Was ist passiert? 

Badeparadies-Rauswurf wegen Kuss? Influencer-Paar erhebt schweren Vorwurf

Die Influencer Léo und Arno aus Paris schildern in einem Video auf Instagram einen angeblichen Vorfall vom 3. März 2026. Darin berichten sie unter Tränen, sie hätten das Bad verlassen müssen, nachdem sie sich geküsst hätten. Auf einem Video ist zu hören, wie eine Frau den beiden Männern auf Englisch erklärt, sie seien „to close“ – zu nah – beieinander gewesen.

„So ist es, als Schwuler zu leben. Ich durfte meinen Freund nicht einmal küssen“, teilt Léo in dem Video mit. In weiteren Beiträgen sprechen die Influencer von „Demütigung“ und „Diskriminierung“. Die Postings sorgten in den sozialen Netzwerken für Tausende Reaktionen, zahlreiche Nutzerinnen und Nutzer solidarisieren sich mit dem Paar, dem auf mehreren Instagram-Accounts mehr als 170.000 Menschen folgen.

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Schwarzwälder Bäder-Chef: Kuss „nicht ausschlaggebend für den Hausverweis“

Das Badeparadies Schwarzwald weist diese Darstellung vehement zurück. Thermen-Chef Jochen Brugger sagte laut der Webportale „Bild.de“ und „t-online.de“, ein Kuss sei „nicht ausschlaggebend für den Hausverweis“ gewesen. Dieser sei wegen „mehrfacher Verstöße gegen die allgemein gültige Haus- und Badeordnung“ erfolgt. Weiter heißt es: „Unsere Hausordnung gilt für alle Gäste gleichermaßen und bildet die Grundlage für Entscheidungen unseres Teams.“

Das Badeparadies Schwarzwald in Titisee-Neustadt ist ein Schwesterbetrieb der Badewelt Sinsheim unter dem Dach der Thermengruppe Josef Wund gewesen. Ende 2025 wurde bekannt, dass die Wund-Bäder – neben Sinsheim und Titisee-Neustadt noch ein Standort in Euskirchen – von der österreichischen Therme Group übernommen werden, zu der auch die Therme Erding gehört.

Auch laut eines Berichts der Stuttgarter Nachrichten erklärte Brugger, der Vorfall stehe „in keinem Zusammenhang mit den persönlichen Hintergründen der beteiligten Personen“. Weitere Details nannte die Therme demnach nicht, bestätigte aber, dass nach dem Vorfall Kontakt zu den Influencern aufgenommen worden sei.

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