Pendlerin in Offenburg getötet: Polizei nimmt Tatverdächtigen fest
In Offenburg wird eine 37-Jährige bei einem Angriff auf der Straße tödlich verletzt. Jetzt hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen.
Am Tag nach dem gewaltsamen Tod einer Frau in Offenburg (Ortenaukreis) hat die Polizei einen möglichen Tatverdächtigen identifiziert. In einer Mitteilung vom späten Mittwochnachmittag gab die Polizei bekannt, dass ein 42-jährige Deutscher dessen Wohnort in der Offenburger Weststadt durch Spezialkräfte festgenommen wurde.
Frau in Offenburg tödlich verletzt – Polizei nimmt Tatverdächtigen fest
Am Dienstagabend wurde im Hinterhof eines Gebäudes im Stadtzentrum von Offenburg eine 37-jährige Frau schwer verletzt aufgefunden. Sie konnte nicht gerettet werden und verstarb noch am Tatort. Wolfgang Kramer von der Polizei Offenburg berichtete laut dem SWR von äußerlich sichtbaren schweren Verletzungen. Sie befand sich auf dem Rückweg nach Hause, als der oder die Täter sie angriffen. In der Nähe des Tatorts war auch ihr Auto abgestellt.
Laut Polizei stammte die Frau aus Frankreich und arbeitete als Psychotherapeutin. Offenburg im Ortenaukreis liegt im deutsch-französischen Grenzgebiet - bis zur Grenze des Nachbarlands sind es nur rund 20 Kilometer. Aus Frankreich pendeln jeden Tag viele Menschen nach Deutschland.
Frau in Offenburger Geschäftsviertel getötet – Polizei: „gravierende Gewalteinwirkung“
Die Frau wurde laut Zeugenhinweisen um etwa 18.30 Uhr im Bereich des Tatorts liegend gesehen. Die Spurensicherung untersuchte das Auto des Opfers in unmittelbarer Nähe des Tatorts. Der Hof liegt einem Gewerbe- und Geschäftsviertel und ist von einer Durchgangsstraße aus einsehbar. Nebenan ist ein beliebtes Shoppingviertel.
Zur möglichen Tatwaffe gab es zunächst aus ermittlungstaktischen Gründen keine näheren Angaben. Der Sprecher berichtete von einer „gravierenden Gewalteinwirkung“ – diese habe das Identifizieren der Frau zunächst erschwert. „Wir haben Hinweise und Spuren, denen wir nachgehen“, sagte er.
Offenburger Bürgermeister erschüttert – Polizeiaufgebot sorgt für Aufsehen
Der Offenburger Oberbürgermeister Marco Steffens (CDU) erklärte, er sei von der Gewalttat zutiefst erschüttert. „Ein solch grausames Verbrechen in unserer Stadt macht fassungslos und hinterlässt viele in Bestürzung und Trauer“, sagte der Rathauschef. Die Stadt hat über 62.000 Einwohner.
Auch einen Tag nach der Tat waren Ermittler auf dem abgesperrten Gewerbeareal in der Innenstadt präsent. Sie suchten nach Spuren und Beweismitteln. Nur wenige Meter entfernt gingen Menschen einkaufen und hielten sich in Cafés und anderen Lokalen auf. „Kann ich hier durchgehen? Was ist passiert?“, fragte eine Passantin irritiert mit Blick auf die Absperrungen.
Sonderkommission der Polizei – über 60 Beamte ermitteln in Offenburg
In der Sonderkommission „Rampe“ ermitteln über 60 Beamte, wie die Polizei mitteilte. Ermittelt wird in „alle Richtungen“ – das betrifft auch Patienten der Psychotherapeutin, wie der Sprecher sagte. Es werden weiter Zeugen gesucht.
Eine unbedeutend erscheinende Beobachtung könnte sich im Nachhinein zur heißen Spur entwickeln, hieß es in einer Mitteilung. Ein Erotik-Kino in dem Bereich habe mit der Tat nach ersten Erkenntnissen nichts zu tun, sagte ein Sprecher.
Stimme.de