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Saisonale Krankheitswelle

Neue Corona-Variante XEC: Grund zur Sorge?

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Seit einigen Wochen breitet sich die Corona-Variante XEC in Deutschland aus. Welche Symptome typisch sind und ob die Variante Anlass zur Sorge ist. 

Bei Erkältungssymptomen ist es ratsam, sich zu Hause auszukurieren.
Bei Erkältungssymptomen ist es ratsam, sich zu Hause auszukurieren.  Foto: Christin Klose

Husten, Schnupfen, Fieber. Die Erkältungszeit ist in vollem Gange, doch die Zahlen der akuten respiratorischen Erkrankungen sind laut dem aktuellsten Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom 9. Oktober stabil geblieben - im Vergleich zur Vorwoche sogar leicht gesunken. Neben den "normalen" Erkältungen zirkuliert auch das Coronavirus weiter, aktuell breitet sich die sogenannte "XEC-Variante" am schnellsten aus. 

Einschätzung des Robert-Koch-Instituts: Gefahr gering

Die XEC-Variante ist laut Experten ansteckender als die bisherigen Varianten und ein Ableger der Omikron-Variante. Die Symptome ähneln denen der bekannten Corona-Varianten: Fieber, Schnupfen, Husten, Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen, auch der temporäre Verlust von Geruchs- oder Geschmackssinn ist möglich. Das RKI schätzt das Risiko der Variante für die öffentliche Gesundheit aber als gering ein. 

Laut Zahlen des RKI ist die Variante XEC in der Kalenderwoche 39 (23. bis 29. September) für 20 Prozent der Infektionen verantwortlich. Die Omikron-Variante KP 3.1.1. dominiert das Infektionsgeschehen mit einem Anteil von 60 Prozent. Eine Woche zuvor lag der Anteil der XEC-Variante bei 34,33 Prozent, die Variante KP 3.1.1. lag bei 31,34 Prozent.

Viruslast auf dem Niveau des Vorjahres

Wie verbreitet das Coronavirus in der Bevölkerung aktuell ist, lässt sich unter anderem anhand der Viruslast im Abwasser bestimmen. Laut Infektionsradar des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) steigt die Viruslast im Abwasser zwar seit August an, liegt aber aktuell ungefähr auf dem Niveau des vergangenen Jahres. 

Auch die Zahl der Arztbesuche aufgrund einer Covid-19-Erkrankung liegt laut BMG aktuell bei 74 Besuchen je 100.000 Einwohner. "Dieser Wert blieb in den vergangenen 4 Wochen stabil", schreibt das RKI. Zum Vergleich: Bei Arztbesuchen aufgrund akuter Atemwegserkrankungen lag die Zahl in der vergangenen Woche bei 1.330 je 100.000 Einwohner. Dieser Wert ist in den vergangenen vier Wochen gestiegen.

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