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Wolfsverdacht in Karlsbad: Mehrere Ziegen tot oder verschwunden

  
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Nach einem mutmaßlichen Wolfsriss in Karlsbad im Kreis Karlsruhe wurden vier tote Ziegen entdeckt, fünf weitere fehlen. Die Ursache wird untersucht.

von unserer Redaktion und dpa

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Dieses Mal sind vier tote Ziegen gefunden worden, fünf sind verschwunden. Ein Wolf als Verursacher bei diesem Vorfall in Karlsbad (Kreis Karlsruhe) kann aktuell weder ausgeschlossen noch bestätigt werden, wie das Umweltministerium in Stuttgart mitteilte. Genetische Abstrichproben werden am Senckenberg Zentrum für Wildtiergenetik untersucht. Pathologische Untersuchungen erfolgen am CVUA Karlsruhe. 

Vier tote Ziegen und fünf vermisste Tiere in Karlsbad: Nicht der erste Vorfall dieser Art

Die Gemeinde Karlsbad liegt im Fördergebiet Wolfsprävention Schwarzwald. Innerhalb eines solchen Gebietes unterstützt das Land Tierhalter dabei, für die Abwehr von Wölfen geeignete Weidezäune und Herdenschutzhunde anzuschaffen. Der Vorfall wurde am 16. Oktober gemeldet.

Anfang September wurden mehrere tote Schafe im Schwarzwald nachweislich von einem Wolf getötet. In der Schwarzwaldgemeinde Schluchsee waren Mitte September mehrere Schafe tot gefunden worden. Fünf Tiere waren verendet, weitere wegen schwerer Verletzungen getötet worden. Auch die Gemeinde Schluchsee (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) liegt im Fördergebiet Wolfsprävention Schwarzwald. 

Wiederholte Wolfsangriffe im Schwarzwald beunruhigen Nutztierhalter

Wie die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg in Freiburg im Mai berichtete, gab es zuletzt Nachweise für vier sesshafte Wölfe im Land: einen Rüden im Grenzgebiet der Landkreise Schwarzwald-Baar und Tuttlingen, zwei Tiere im Nordschwarzwald und einen Wolf im Südschwarzwald.

In der Vergangenheit war die Zahl der sesshaften Wölfe im Land höher, einige wanderten ab oder wurden überfahren - darunter ein Welpe und später dessen Mutter. Ein Rudel gibt es aktuell nicht. Als sesshaft gilt ein Wolf, wenn sich seine Spuren über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten verfolgen lassen.

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