Ravensburg (dpa/lsw)

Wie ein Theaterstück Senioren vor Betrug warnen soll

  
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Bühne statt Betrugsfalle: Wie Senioren beim Theaterstück «Tatort Telefon» lernen, Betrügern nicht auf den Leim zu gehen – und warum Humor dabei hilft.

Trickbetrug als Theaterstück soll helfen, Senioren davor zu bewahren.
Trickbetrug als Theaterstück soll helfen, Senioren davor zu bewahren.  Foto: Felix Kästle/dpa

Ein Telefonanruf, eine vertraute Stimme - mehr brauchen Betrüger oft nicht, um ältere Menschen unter Druck zu setzen. Trickbetrug am Telefon gehört seit Jahren zu den häufigsten Betrugsformen. Mit Aufklärungskampagnen wird dagegen gekämpft. Viele Infozettel und Filme sind nur bedingt erfolgreich. Kann ein Theaterstück helfen? 

Mit der interaktiven Aufführung «Tatort Telefon» gehen Polizei und Stadtseniorenrat in Ravensburg einen neuen Weg. Auf der Bühne werden typische Maschen wie der Enkeltrick, falsche Polizisten oder angebliche Ärzte nachgestellt. Dabei wird deutlich, wie gezielt Täter Emotionen ausnutzen, Druck aufbauen und ihre Opfer zu schnellen Entscheidungen drängen. Die erste Aufführung war schon, viele weitere sind noch geplant, so die Polizei - auch in weiteren Landkreisen.

«Wir hoffen, durch das interaktive Theater ältere Menschen besser über diese Betrugsmaschen zu informieren», sagte Florian Suckel, Referent für Kriminalprävention in Ravensburg. «Nur wer informiert ist, kann sich schützen.»

Häufige Betrugsmaschen bekämpfen

Nach Angaben von Polizei und Verbraucherschützern zählen solche Anrufe seit Jahren zu den häufigsten Betrugsformen. Immer wieder verlieren Betroffene hohe Geldsummen oder geben Wertgegenstände heraus – oft, weil sie den Anrufern vertrauen oder sich in einer Stresssituation überrumpeln lassen.

Das Stück der Gruppe «Die TheaterExperten» setzt auf Humor, Spannung und Publikumsbeteiligung und vermittelt anschaulich, woran sich Betrugsversuche erkennen lassen.

Auch Telefonate wurden nachgestellt.
Auch Telefonate wurden nachgestellt.  Foto: Felix Kästle/dpa
100 Senioren waren bei der ersten Aufführung dabei.
100 Senioren waren bei der ersten Aufführung dabei.  Foto: Felix Kästle/dpa
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