Karlsruhe (dpa/lsw)
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Warum eine Kartoffelkrankheit nicht unterschätzt werden darf

  
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Krautfäule bereitet bei dem Anbau von Kartoffeln und Tomaten weltweit Probleme. Es gibt Mittel gegen die Pilzkrankheit. Doch wie lange noch? Experten warnen.

Kartoffeln sind von Krautfäule bedroht. (Archivfoto)
Kartoffeln sind von Krautfäule bedroht. (Archivfoto)  Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Eine alte Pflanzenkrankheit könnte beim Anbau von Kartoffeln und Tomaten verstärkt Probleme bereiten. Noch gibt es hierzulande Mittel, die Pilzkrankheit Krautfäule zu bekämpfen. Aber das dürfte aus Sicht der Experten im Landwirtschaftlichen Zentrum Augustenberg (LTZ) in Karlsruhe immer schwieriger werden. Sie beobachten seit einigen Jahren Resistenzen, so dass Fungizide nicht ausreichend wirken. Auch verschiedene Stämme von Krautfäule sorgen demnach bundesweit für Probleme.

«Die Bekämpfung der Krautfäule wird schwieriger», sagt der LTZ-Agraringenieur Bernhard Bundschuh. Vereinzelte Resistenzen sind für ihn ein Warnsignal. Das Problem für das Grundnahrungsmittel Kartoffel dürfe nicht unterschätzt werden. Durch Krautfäule können Kartoffeln im Boden verfaulen und Tomaten ungenießbar werden.

Kartoffel ist auch anderweitig bedroht

Die Krautfäule hat nichts mit der von einer Zikade übertragenen Pflanzenkrankheit Stolbur zu tun. Es gibt aber eine Gemeinsamkeit: «Beide Krankheiten bedrohen den Kartoffelanbau in Deutschland massiv», warnt das baden-württembergische Landwirtschaftsministerium.

Auch Tomaten sind von Krautfäule bedroht. (Archivfoto)
Auch Tomaten sind von Krautfäule bedroht. (Archivfoto)  Foto: picture alliance / Paul Zinken/dpa
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