Stuttgart (dpa)

VfB Stuttgart vor heißem Endspurt

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Nach dem Remis gegen Bremen gerät der VfB im Saison-Endspurt stärker unter Druck. Können die Stuttgarter ihr Ziel erreichen und das «i-Tüpfelchen» Champions League auf die Saison setzen?

Von Kristina Puck, dpa
Trainer Sebastian Hoeneß und der VfB Stuttgart richten den Fokus auf den Saison-Endspurt.
Trainer Sebastian Hoeneß und der VfB Stuttgart richten den Fokus auf den Saison-Endspurt.  Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Seine angepriesene Siegermentalität wird der VfB Stuttgart im Saisonendspurt beweisen müssen. Der Druck im Gerangel um die Champions-League-Teilnahme spitzt sich nun gegen die direkten Konkurrenten mit dem Auftakt am Samstag gegen Verfolger TSG 1899 Hoffenheim zu. Nach dem 1:1 gegen Werder Bremen im 1000. Bundesliga-Heimspiel des VfB wird das Rennen um die Königsklasse spannender als ohnehin schon. 

«Wir haben drei Finals vor der Brust plus das Finale danach noch», sagte Stürmer Ermedin Demirovic über die verbleibenden Spieltage und die Titelchance im Endspiel des DFB-Pokals. «Natürlich weiß jeder, dass wir Topspiele können und in einer guten Verfassung sind», tönte Demirovic, der Torschütze zum Ausgleich. «Es wird schwer, es wird nicht einfach. Aber ich glaube, genau die Spiele liegen uns am besten.»

«Mit allen Mitteln», sagte Sportvorstand Fabian Wohlgemuth, möchte der VfB unter die Top Vier, um wie 2024/25 unter Europas Cub-Elite mitzumischen. Das Restprogramm hat es allerdings für die viertplatzierten Schwaben in sich. 

Nur die bessere Tordifferenz trennt den VfB von Hoffenheim

Statt mit zwei Punkten Vorsprung in das Duell in Hoffenheim zu gehen, ist der VfB nun punktgleich und liegt nur dank der um vier Treffer besseren Tordifferenz vor dem Kontrahenten. Anschließend wartet gleich der nächste Bundesliga-Hit gegen Bayern Leverkusen (Tabellen-6.). Ein weiterer Konkurrent, der selbst auch noch die Königsklasse erreichen möchte und nur mit zwei Pünktchen hinterherhinkt. Wenn dann noch keine Klarheit herrschen sollte, bringt das Saisonfinale bei Eintracht Frankfurt (7.) die Entscheidung. 

Ob der Punkt gegen die Bremer wertvoll ist oder zu wenig war, könnte sich erst am 16. Mai entscheiden. Mit «gemischten Gefühlen» verschwand VfB-Trainer Sebastian Hoeneß am Sonntagabend vom Pressepodium, stellte aber auch klar: «Jetzt erholen wir uns und freuen uns wirklich auf die heißen Spiele, die vor uns liegen. Wir sind in der Position, es noch in der eigenen Hand zu haben.»

Nach all den aufwühlenden Emotionen vom späten Donnerstagabend fehlte den Stuttgartern gegen Werder der Elan. Er habe nach dem Sieg im DFB-Pokal-Halbfinale gegen den SC Freiburg mit dem «Tor für die Ewigkeit» von Tiago Tomas (119. Minute) «Grenzentscheidungen» treffen müssen, wer einsatzbereit ist, berichtete Hoeneß. Wie im Pokal mussten die Stuttgarter einen Rückstand kompensieren, zu mehr als dem Ausgleich von Demirovic reichte es nicht.

Eine «sehr gute» oder eine «überragende Saison»? 

«Wir haben zwei Ziele erreicht, eins ist leider nur das Minimalziel, wir haben nur einen Punkt geholt», sagte Hoeneß. «Das zweite Ziel war tatsächlich, dass wir alle Jungs an Bord behalten - für die wichtigen Spiele, die jetzt kommen.»

Lange hatte sich der Coach geziert, von der Champions League zu sprechen, das Ziel zuletzt aber deutlich formuliert. Die Teilnahme an der Europa League ist dem DFB-Pokal-Finalisten nicht mehr zu nehmen. 

Sportvorstand Fabian Wohlgemuth hält die Ziele des VfB nach der Vizemeisterschaft 2024 und dem DFB-Pokal-Triumph 2025 im dritten Jahr nacheinander schon jetzt für «übererfüllt». «Und wenn das i-Tüpfelchen, die Champions League, dazu kommen würde, dann wäre es keine sehr gute Saison, sondern eine absolut überragende Saison», sagte Wohlgemuth. Weil die Belastung mit Spielen unter der Woche wegfalle, sei das Team «sehr, sehr gut gewappnet».

Abklatschen für den Ausgleich - Ermedin Demirovic (l) holt sich die Gratulation von Maximilian Mittelstädt (r) ab.
Abklatschen für den Ausgleich - Ermedin Demirovic (l) holt sich die Gratulation von Maximilian Mittelstädt (r) ab.  Foto: Bernd Weißbrod/dpa
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