Stuttgart (dpa)
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Urteil gegen mutmaßlichen Messerstecher von Public Viewing

  
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Während einer Fußball-EM-Partie der Türkei zieht ein Mann beim Stuttgarter Public Viewing ein Messer und sticht zu. Wahllos? Oder aus Hass auf die Türkei? Das entscheidet ein Gericht.

Weil er beim Public Viewing der EM-Partie Türkei gegen Tschechien in Stuttgart Menschen mit einem Messer verletzt und verfolgt haben soll, steht ein junger Mann vor Gericht in Stuttgart. (Archivfoto)
Weil er beim Public Viewing der EM-Partie Türkei gegen Tschechien in Stuttgart Menschen mit einem Messer verletzt und verfolgt haben soll, steht ein junger Mann vor Gericht in Stuttgart. (Archivfoto)  Foto: Christoph Schmidt/dpa

Nach einem Messerangriff bei einem EM-Public-Viewing in Stuttgart steht der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter kurz vor dem Abschluss. Das Landgericht Stuttgart will heute (11.30 Uhr) ein Urteil gegen den 26-Jährigen sprechen. Bei dem Angriff mitten auf dem voll besetzten Schlossplatz wurde niemand getötet, aber mehrere Menschen erlitten Verletzungen, mindestens einer davon schwebte in Lebensgefahr. 

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hat der geständige Syrer aus Hass auf die Türkei gezielt auf Menschen in türkischen Trikots, Schals und mit Fahnen des Landes eingestochen. Sie wirft ihm unter anderem sechsfachen versuchten Mord vor und fordert 13 Jahre Haft. Der Anwalt der Nebenklage, der vier Opfer vertritt, sieht das ähnlich. 

Der Verteidiger des zuletzt in Besigheim (Kreis Ludwigsburg) gemeldeten Angeklagten plädiert hingegen auf acht Jahre Haft. Das Verhalten seines Mandanten lasse auf eine Psychose schließen.

Zahlreiche türkische Fans sahen sich beim Public Viewing auf dem Schlossplatz das EM-Fußballspiel zwischen der Türkei und Tschechien an. (Archivbild)
Zahlreiche türkische Fans sahen sich beim Public Viewing auf dem Schlossplatz das EM-Fußballspiel zwischen der Türkei und Tschechien an. (Archivbild)  Foto: Christoph Schmidt/dpa
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