Promi-Fotograf Christof Sage bringt eigenes Magazin heraus
Drei Hefte jährlich geplant. Autos, Reisen, Promis und vieles mehr. Sage hat schon fast alle Stars fotografiert. Diskretion als oberstes Gebot.

Ihn mal ohne Kamera zu sehen, ist ungewohnt. Sie gehört zu Christof Sage wie sein markanter Bart und seine außergewöhnlichen Outfits. Aber heute hat der Promi-Fotograf die Kamera zu Hause gelassen und sein neues Magazin mit in die Redaktion gebracht. Das Hochglanzprodukt heißt nicht nur Sage, der Namensgeber höchstpersönlich ziert den Titel der Erstausgabe. Ungewohnt für einen, der normalerweise selbst nicht so sehr im Rampenlicht steht.
Sage zeigt wie lebendig Print ist
Andere gehen mit 67 in den Ruhestand, Christof Sage hingegen hat noch einmal etwas ganz Neues gewagt. In Zeiten des Lockdowns, als es keine Veranstaltungen mehr gab, keinen roten Teppich mit Promis, reifte bei dem sympathischen Mann aus Filderstadt die Idee zu seinem "Magazin für Menschen und Momente". "Ich habe mir damit einen Traum erfüllt", sagt Sage, der im Großraum Stuttgart so etwas wie eine Marke ist.
Folgerichtig hat er dem Magazin seinen Namen gegeben. 340 Seiten stark ist die erste Ausgabe, voll mit Geschichten über Autos, Reisen und anderen schönen Dingen des Lebens, prall gefüllt mit Anzeigen gut anderthalb Kilo schwer. Damit beweist Sage in Zeiten, in denen viele auf den Abgesang des gedruckten Wortes einstimmen, wie lebendig Print ist.
10.000 Exemplare zum Preis von je 14 Euro

"Das ist sehr emotional jetzt, das Magazin in den Händen zu halten", erzählt der Fotograf, der es in Zukunft dreimal im Jahr mit einer Auflage von 10 000 Exemplaren zum Preis von 14 Euro auf den Markt bringen will. Beim Blättern erkennt man rasch, wie viel Arbeit in dem dicken Heft steckt. Ob Homestory beim Rennfahrer oder OB-Kandidaten, unterwegs im Sportwagen aus Zuffenhausen, das Who-is-who beim Golfturnier: Das Magazin ist eine Mischung aus "GQ", "Gala" und anderen einschlägigen Heften, aber stark regionalisiert.
Seinem Ursprung, der Fotografie, will Christof Sage auch in Zukunft treu bleiben. Ob Angela Merkel oder Bill Clinton, ob der Dalai Lama oder der Papst - er hatte alle vor der Linse. "Ich habe den schönsten Beruf der Welt", sagt der Mann mit der Löwenmähne. Die Großen und Wichtigen behandelt er wie Normalbürger: Immer einen flotten Spruch auf den Lippen, mit Charme und Lässigkeit lotst er jeden vor seine Kamera. Sage, der eigentlich Architekt werden wollte, hat in mehr als 80 Ländern fotografiert. Selbst der Papst nahm auf seinen Wunsch hin schon ein Glas Weizenbier in die Hand. "Ich war auch beim verstorbenen PLO-Chef Jassir Arafat, irgendwo in einem Zelt mitten in der Wüste." Klick, klick, klick.
"Kanzler kommen und gehen, Christof Sage aber bleibt"
Ein Paparazzo, der sich auf die Lauer legt, um Promis abzulichten, ist Christof Sage indes nicht. Er handelt seine Aufträge vorher aus. Sein Adressbuch hätten viele gerne. Aber: "Diskretion ist mein oberstes Gebot.". Sein guter Freund, der ehemalige EU-Kommissar Günther Oettinger, hat einmal gesagt: Kanzler kommen und gehen, Christof Sage aber bleibt."

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