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Tübingen (dpa/lsw)

«LebensPhasenHaus» für Wohnen im Alter eröffnet

  
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Nach rund neun Jahren Bauzeit ist in Tübingen ein «LebensPhasenHaus» für eigenständiges Wohnen von Pflegebedürftigen und Senioren eröffnet worden. Das hochmoderne, zweistöckige Gebäude bietet eine barrierefreie Ausstattung, hochauflösende Kameras und

Multimediasysteme, die Menschen dabei helfen sollen, länger in der eigenen Wohnung zu leben. Wissenschaftler der Tübinger Universität entwickelten das Haus mit sogenannten Assistenzsystemen für Senioren; Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) kam am Montag zur Einweihung.

Das «LebensPhasenHaus» in Tübingen ist laut Ministerium ein Gebäude zu Forschungs- und Demonstrationszwecken: Dort soll die Technik und ihre Anwendung entwickelt, getestet und verbreiten werden. Im Haus integrierte Assistenzsysteme warnen, zum Beispiel, wenn der Herd angelassen wurde und zeigen auf einem Tablet-Computer ein Videobild von Besuchern, die vor der Haustür stehen. Die Geräte sind vernetzt und können über eine tragbare Steuerbox bedient werden. Der Umfang der Ausstattung dieses «Smart-House» sei landesweit einzigartig. Das Projekt wird mit 550 000 Euro vom Land Baden-Württemberg gefördert.

Der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) mit Sitz in Berlin vertritt nach eigenen Angaben Unternehmen die in der Bundeshauptstadt bereits altersgerechte Assistenzsysteme (Ambient Assisted Living) erfolgreich anwenden. Auch in Sachsen und Brandenburg gebe es Förderprogramme und Musterwohnungen. Die Anwendung der neuen Technik sei aber auch eine Kostenfrage, sagte eine Verbandssprecherin. Zudem müsse sie noch weiterentwickelt werden.

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