Beschädigtes Windrad bei Seckach: Suche nach Unfallursache läuft

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Aus bislang unbekannter Ursache ist am Dienstagmorgen ein Windrad bei Seckach im Neckar-Odenwald-Kreis stark beschädigt worden. Am Mittwoch machten sich Experten an die Ursachenforschung.

Aus bislang unbekannter Ursache ist am Dienstagmorgen gegen 9 Uhr ein Windrad zwischen Seckach-Großeicholzheim und Buchen-Waldhausen im Neckar-Odenwald-Kreis stark beschädigt worden. Das Gebiet wurde weiträumig abgesperrt, das Windrad abgeschaltet. Am Mittwoch machten sich Experten der Deutschen Windtechnik AG mit Sitz in Bremen an die Ursachenforschung.

 


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Ein Rotorblatt wurde stark beschädigt.
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Seckach
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Windrad bei Seckach stark beschädigt


Immer wieder schlägt der Wind die Überreste eines Rotorblatts an den Turm. Das Blatt hängt zu zwei Dritteln herunter. Im umliegenden Acker stecken Trümmerteile in der Erde. Nach Angaben der Polizei sind davon noch welche in 200 Metern Entfernung gefunden worden. Mit Flatterband ist der Unfallort umzogen. Techniker fahren mit dem Fahrstuhl des Windrads nach oben zum Rotor. Vieles sei völlig unklar, sagt ein Mitarbeiter vor Ort. Ob so etwas öfter passiert? „Eigentlich so gut wie nie“, sagt der Mitarbeiter, der einen Schutzhelm trägt und die Feldwege mit gelben Warnschildern versieht.

Beschädigtes Rotorblatt muss mit einem Kran entfernt werden

„Die Ursachenforschung kann noch einige Zeit in Anspruch nehmen“, sagt Ulrike Schulz, Sprecherin des Energieunternehmens Mainova aus Frankfurt. Eventuell müssten sogar Teile zur weiteren Begutachtung eingeschickt werden. Das beschädigte Rotorblatt müsse mit einem Kran abgetragen werden.

 


 

Es gebe keine Hinweise auf Fremdeinwirkung, teilt Polizeisprecher Gerald Olma mit. Das betroffene Windrad befindet sich ganz in der Nähe der L520 zwischen Großeicholzheim und Waldhausen im Neckar-Odenwald-Kreis, zehn Kilometer südlich von Buchen. Ein zweites, intaktes Windrad steht ein paar Hundert Meter entfernt. Beide wurden 2008 errichtet.

Spaziergänger Rolf Obermayer sagt, erst vor wenigen Monaten sei das Windrad gewartet und der gesamte Rotorblock ausgetauscht worden.

Die Windräder des Typs MM92 haben eine Leistung von 2,05 Megawatt und sind 146 Meter hoch.

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