Pfister: Assistenten sollen Ärzte entlasten

  
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Zur Entlastung der Ärzte von Bürokratie könnten aus Sicht von Wirtschaftsminister Ernst Pfister zunehmend Stationsassistenten Verwaltungsaufgaben übernehmen

 

Ernst Pfister, Wirtschaftsminister in Baden-Württemberg (Foto: lsw)
Ernst Pfister, Wirtschaftsminister in Baden-Württemberg (Foto: lsw)
"Wir müssen den Ärzten wieder den Freiraum geben, den sie für die Ausübung ihres Heilberufes brauchen", sagte Pfister am Donnerstag in Stuttgart. Medizinisch vorgebildete Berufsgruppen könnten nach einer Weiterqualifizierung große Teile der Dokumentationen und Abrechnungen erledigen.

An den Kreiskliniken Reutlingen ist im November ein entsprechendes Pilotprojekt angelaufen. In sechsmonatigen Theorie- und Praxiskursen wurden vier Arzthelferinnen zu medizinischen Stationsassistentinnen (MSA) ausgebildet.

Als Halbtageskräfte helfen sie nun bei Dokumentationen, Qualitätssicherung sowie dem Erstellen von Arztbriefen und Rechnungen. "Sie werden von den rund 30 Ärzten, für die sie zuständig sind, sehr gut angenommen", sagte Georg Frauendienst-Egger vom medizinischen Controlling des Krankenhauses.

Ende des Monats läuft die dreimonatige Testphase aus. Sollte sich zeigen, dass die Klinik einen messbaren ökonomischen Nutzen habe, würden möglicherweise weitere MSA-Stellen geschaffen, sagte Frauendienst-Egger. Für 170 Ärzte der drei Häuser der Klinik Reutlingen, Bad Urach und Münsingen - würden insgesamt acht Vollzeitstellen benötigt. (dpa)

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