Müller vor FCH-Abschied? Publikumsliebling sitzt auf Tribüne
Erst entzieht der 1. FC Heidenheim Torhüter Müller den Status als Nummer eins, nun sitzt der vorherige Stammkeeper sogar auf der Tribüne. Müllers Abrutschen in der Rangfolge könnte Folgen haben.

Der früher unangefochtene Stammtorhüter Kevin Müller könnte den Fußball-Bundesligisten 1. FC Heidenheim noch in diesem Winter verlassen. Der 34 Jahre alte Publikumsliebling ist in der Torhüter-Rangfolge des Clubs auf Position drei abgerutscht und saß beim 2:2 (2:1) der Heidenheimer gegen den 1. FC Köln nur auf der Tribüne.
«Kevin hat geäußert, dass er den Traum von den USA hat. Momentan gibt es keine konkreten Gespräche nach meinem Kenntnisstand», sagte Vorstandschef Holger Sanwald bei Sky. «Wenn er das realisieren möchte, in den USA beginnt jetzt erst das Transferfenster, darf er gehen.»
Unruhe im Sommer war ausgeräumt
Müller war bis zum vergangenen Sommer über Jahre die Nummer eins des Clubs. Mit ihm waren die Heidenheimer 2023 erstmals in die Fußball-Bundesliga aufgestiegen und hatten anschließend zweimal den Klassenverbleib geschafft.
Dass Heidenheim vor dieser Saison Diant Ramaj auf Leihbasis von Borussia Dortmund als neue Nummer eins verpflichtet hatte, hatte zunächst für ungewohnte Unruhe beim Club gesorgt. Die Differenzen waren aber nach eigenen Aussagen ausgeräumt worden. Dass sich Müller grundsätzlich vorstellen könne, einmal in der nordamerikanischen Major League Soccer (MLS) zu spielen, hatte er schon in der Vergangenheit gesagt.
Genesener Feller Heidenheims Nummer zwei
Mit dem jungen Frank Feller als Nummer zwei will der 1. FC Heidenheim die restliche Saison bestreiten. Der 22-Jährige ist nach seiner Knie-Operation wieder fit. «Schon im Dezember hat er mittrainiert», sagte Trainer Frank Schmidt. «Jetzt mit Beginn der Vorbereitung hat er sich noch mal gesteigert, ist nicht nur gesund, zeigt auch gute Leistungen und sieht seine Zukunft hier».
Er sei mit Torwart-Trainer Bernd Weng einer Meinung, dass Feller in der Hackordnung vor Routinier Müller stehe. Man wisse, was Müller in der Vergangenheit für den Club geleistet habe, es sei «kein einfaches Gespräch» gewesen.
Ramaj, der für diese Saison ausgeliehen ist, festigte unterdessen gegen Köln seine Stammkeeper-Position. Der 24-Jährige parierte mehrfach glänzend und war ein Garant für den Punktgewinn des Tabellenvorletzten.
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