Orsingen-Nenzingen (dpa/lsw)
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Kohlenmonoxid-Gefahr: Nachbarn retten Mutter und Sohn

  
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Geschlossene Rollläden, keine Reaktion: Als es in einem Haus still und dunkel bleibt, reagieren Nachbarn geistesgegenwärtig. Sie alarmieren die Feuerwehr – und verhindern wohl eine Tragödie.

Die Feuerwehr stellt eine erhöhte Kohlenmonoxid-Belastung fest. (Symbolbild)
Die Feuerwehr stellt eine erhöhte Kohlenmonoxid-Belastung fest. (Symbolbild)  Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Das hätte tragisch enden können: Aufmerksame Nachbarn haben im Kreis Konstanz durch ihr beherztes Eingreifen eine Mutter und ihren Sohn wohl vor einer tödlichen Kohlenmonoxidvergiftung gerettet. Sie alarmierten am Samstagvormittag die Rettungskräfte, nachdem im Nachbarhaus in Orsingen-Nenzingen die Rollläden geschlossen blieben und die Bewohner nicht zu erreichen waren.

Mutter und Sohn bewusstlos gefunden

Die Einsatzkräfte fanden im Haus eine ältere Frau und ihren Sohn bewusstlos in den jeweils getrennten Wohnungen liegen. Messungen ergaben eine erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentration in der Raumluft. Beide wurden ins Krankenhaus gebracht und stationär aufgenommen.

Nach ersten Erkenntnissen war ein technischer Defekt an der Heizung für den unkontrollierten Austritt des giftigen Gases verantwortlich. Die Feuerwehr warnte vor der unsichtbaren Gefahr: Kohlenmonoxid ist den Angaben zufolge farb- und geruchslos und sorgt dafür, dass der Körper nicht mehr ausreichend Sauerstoff aufnehmen kann, was schnell zu Bewusstlosigkeit und Tod führen kann. Warnmelder können frühzeitig Alarm schlagen und Leben retten.

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